Entscheidung in Florida Mit Alkohol im Sattel erwischt - Pferd weg

Ein Ausritt unter Alkoholeinfluss hat eine Frau aus Florida ihr Pferd gekostet. Sie bekomme das Tier nicht zurück, entschied ein Richter. Und das ist nicht die einzige Konsequenz aus dem Vorfall.

Pferd am Highway in Florida
Polk County Sheriffs Office

Pferd am Highway in Florida


Eine 53-jährige Frau, die in Florida hoch zu Ross betrunken über einen Highway geritten war, muss weiterhin auf ihr Pferd verzichten. Sie sei nicht in der Lage, sich richtig um das Tier zu kümmern, entschied ein Richter in dem US-Bundesstaat. Das berichtet die Zeitung "The Ledger".

Die Frau war Anfang November bei dem Ritt über den Highway in Pol County verhaftet worden. Die Begründung: Trunkenheit am Steuer - ungeachtet ihres außergewöhnlichen Transportmittels. Ihr Alkoholpegel sei doppelt so hoch gewesen wie in Florida erlaubt, heißt es in dem Bericht. Polizisten nahmen das Pferd in Gewahrsam. Dort soll es dem Richter zufolge nun vorerst auch bleiben.

Die 53-Jährige müsse außerdem eine Therapie zur Behandlung ihrer Alkoholsucht beenden, befand der Richter kurz vor Jahreswechsel. Am 11. Januar soll es eine Anhörung vor Gericht geben.

Die Reiterin muss sich dann wegen mehrerer Anklagepunkte verantworten: Sie habe zu viel getrunken, sich ordnungswidrig verhalten, ihr Pferd in Gefahr gebracht und grob fahrlässig gehandelt.

Der Anwalt der Reiterin will die Frage nach dem Pferd bei dem Termin noch einmal aufrollen, wie "The Ledger" berichtet. Seine Mandantin habe sich nicht ordnungswidrig verhalten, argumentierte er - und falle außerdem unter das Gesetz für Fußgänger.

fok



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