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Einsatz in Flüchtlingsheim: Ermittlungen gegen Polizisten nach mutmaßlichen Übergriffen

Polizist vor einem Flüchtlingsheim (Symbolbild) Zur Großansicht
DPA

Polizist vor einem Flüchtlingsheim (Symbolbild)

Ein Polizeieinsatz in einer Flüchtlingsunterkunft in Warburg ist offenbar eskaliert. Berichten zufolge wurden Beamte gegenüber einer Mutter ausfallend. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Nach einem Einsatz in einer Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Warburg ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen drei Polizisten. Sie sollen sich verbale und körperliche Auseinandersetzungen mit Flüchtlingen geliefert haben. Das Polizeipräsidium Bielefeld prüfe, ob ihnen ein strafrechtlicher Vorwurf zu machen sei, teilte die Staatsanwaltschaft Paderborn mit.

NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) kritisierte die Beamten. Ein Disziplinarverfahren sei eingeleitet. "Es wird nichts unter den Teppich gekehrt", sagte Jäger.

Zu dem Vorfall war es nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft am 9. März gekommen. Nach einem Bericht des WDR-Magazins "Westpol" zeigt ein Video Übergriffe der Beamten auf eine Frau und ihren zwölfjährigen Sohn. Hintergrund soll ein geplanter Umzug der Familie in eine andere Unterkunft sein.

"Die in dem Video dokumentierten verbalen Entgleisungen sind nicht akzeptabel", sagte Jäger laut Mitteilung. Es sei Aufgabe jedes Polizisten, "auch in problematischen Einsatzsituationen stets die Lage und sich selbst im Griff zu haben". Darauf müssten die Menschen sich verlassen können.

brt/dpa

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