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Flughafen Köln/Bonn: Eilige Polizistin umgeht Sicherheitskontrolle - Terminal geräumt

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DPA

Flughafen Köln/Bonn

Eine junge Polizistin in Zivil hat am Flughafen Köln/Bonn einen Sicherheitsalarm ausgelöst. Die Folge: Verspätungen für etwa tausend Passagiere - und große Aufregung.

Vermutlich hatte sie es einfach nur eilig: Eine ungeduldige Polizistin in Zivil hat sich am Flughafen Köln/Bonn um den Sicherheitscheck gedrückt - und dadurch eine Räumung des Abflugbereichs im Terminal 2 ausgelöst. Etwa tausend Reisende waren davon betroffen. Die Polizei suchte den ganzen Bereich hinter den Passagierkontrollen mit Sprengstoffhunden ab. Anhand von Videobildern konnte die 23-jährige Frau identifiziert und gefasst werden.

Nun prüft die Polizei, ob alles nur ein Missverständnis war. Nach eigener Aussage hatte sich die Frau bei der Personenkontrolle als Polizistin zu erkennen gegeben. Möglicherweise ging sie dann einfach durch - in der Annahme, das sei ausreichend.

Wenn jemand unkontrolliert durch den Sicherheitscheck gelange, mache dies grundsätzlich die Räumung des dahinter liegenden Bereichs mit dem Zugang zu den Flugzeugen erforderlich, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Es sei schließlich denkbar, dass der- oder diejenige Sprengstoff transportieren, deponieren oder an eine andere Person übergeben könnte. Das alles müsse ausgeschlossen werden.

"Viel Aufregung letztendlich um nichts"

Alle Reisenden, die sich schon hinter den Kontrollen bei den Gates aufhielten, mussten diesen Bereich wieder verlassen und noch einmal durch den Sicherheitscheck. Auch zwei Flugzeuge mussten wieder geräumt werden.

"Das ist natürlich für die Reisenden sehr ärgerlich, aber Sicherheit ist das oberste Ziel", sagte der Polizeisprecher. Er verwies darauf, dass im Normalfall auch Polizisten durch den Sicherheitscheck müssten. Seine Bilanz: "Viel Aufregung letztendlich um nichts."

Nach gut eineinhalb Stunden wurde der Sicherheitsbereich von Terminal 2 wieder freigegeben. Bei fünf Abflügen kam es durch die Aktion zu Verspätungen von bis zu zwei Stunden. Ein Flug wurde gestrichen. Ankommende Flüge waren nicht betroffen.

wit/dpa

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