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Fotografentrick: Lange Haftstrafe für sexuellen Missbrauch bewusstloser Frauen

Er gab sich als Fotograf aus, betäubte mehrere Frauen und fotografierte sie heimlich in obszönen Posen: Jetzt hat ein Gericht den 52-Jährigen zu acht Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Angeklagter mit Anwalt vor dem Landgericht Aschaffenburg: "Ich schäme mich zutiefst" Zur Großansicht
DPA

Angeklagter mit Anwalt vor dem Landgericht Aschaffenburg: "Ich schäme mich zutiefst"

Wegen sexuellen Missbrauchs mehrerer bewusstloser Frauen ist ein Mann in Bayern zu acht Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Aschaffenburg sah es als erweisen an, dass der 52-Jährige in sieben Fällen sexuellen Missbrauch an "Widerstandsunfähigen" begangen hat. Der Angeklagte hatte sich als Fotograf ausgegeben und zwischen 2009 und 2013 Frauen über Facebook kontaktiert, um sie für vermeintliche Shootings zu engagieren.

Während der Treffen in Hotels und Wohnungen in Unterfranken, Rheinland-Pfalz und Belgien habe er die Frauen dann bis zur Bewusstlosigkeit betrunken gemacht - unter dem Vorwand, er fotografiere für eine Anti-Alkohol-Kampagne und brauche authentische Bilder. Die bewusstlosen Frauen fotografierte und filmte er dann ohne deren Wissen in obszönen Posen.

Seine Handlungen seien ein "massiver Vertrauensmissbrauch gegenüber den Opfern" gewesen, sagte der Vorsitzende Richter. Der Angeklagte erklärte: "Ich schäme mich zutiefst und hasse mich dafür, was ich getan habe." Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

ala/dpa

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