Schadensersatz: Kachelmann-Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Im Zivilprozess zwischen Jörg Kachelmann und seiner ehemaligen Geliebten hat das Landgericht Frankfurt die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Man wolle zunächst "die persönlichen Verhältnisse der Parteien erörtern", hieß es.

Jörg Kachelmann mit seinem Anwalt Johann Schwenn vor dem Landgericht Frankfurt Zur Großansicht
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Jörg Kachelmann mit seinem Anwalt Johann Schwenn vor dem Landgericht Frankfurt

Frankfurt am Main - Schon nach wenigen Minuten durften Journalisten und Prozessbesucher den Saal wieder verlassen: Im Prozess zwischen dem Schweizer Wettermoderator Jörg Kachelmann und Claudia D. hat das Landgericht Frankfurt die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Es müssten "persönliche Verhältnisse der Parteien erörtert werden, die nicht in die Öffentlichkeit gehören", sagte der Vorsitzende Richter Richard Kästner zu Beginn der Verhandlung.

Claudia D. war einst mit Kachelmann liiert. Sie hatte ihn wegen Vergewaltigung angezeigt, der Prozess endete mit einem Freispruch. Er verklagte sie dann auf 13.352,69 Euro Schadensersatz - die Kosten für Gutachten, die er zu seiner Verteidigung erstellen ließ. Kachelmann verlangt das Geld von D. mit der Begründung, dass sie ihn mit falschen Anschuldigungen bei der Staatsanwaltschaft belastet habe.

Im dem vorausgegangenen Strafprozess hatte das Landgericht Mannheim Kachelmann im Mai 2011 freigesprochen. Von einer vorsätzlichen Falschbeschuldigung seitens der Ex-Geliebten gingen die Richter dabei jedoch nicht aus.

ala/dpa

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