Großmutter und zwei Polizisten getötet Lebenslange Freiheitsstrafe für Dreifachmörder

Erst erstach er seine Großmutter, dann überfuhr er zwei Polizisten: Das Landgericht Frankfurt (Oder) hat den 25-jährigen Jan G. deshalb zur Höchststrafe verurteilt.

Angeklagter im Verhandlungssaal des Landgerichts Frankfurt (Oder)
DPA

Angeklagter im Verhandlungssaal des Landgerichts Frankfurt (Oder)


Nach der Ermordung dreier Menschen ist Jan G. in Brandenburg zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt (Oder) sprach den 25-Jährigen schuldig, vor knapp einem Jahr seine Großmutter und zwei Polizisten innerhalb weniger Stunden getötet zu haben.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann schuldfähig ist. "Ihm waren das Ausmaß und die Folgen seines Handelns bewusst", sagte Richterin Claudia Cottäus. Er habe zwar eine emotional instabile Persönlichkeit, sei aber in seiner Steuerungsfähigkeit nicht beeinträchtigt gewesen.

Die Richter stellten die besondere Schwere der Schuld fest. Damit bleiben Verurteilte in aller Regel länger als 15 Jahre in Haft. Auch eine Sicherungsverwahrung soll später geprüft werden. Die Verteidigung hatte hingegen auf zwölf Jahre Gefängnis plädiert.

Im Video: Warum stoppte niemand Jan G.?

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G. habe im Februar 2017 zunächst seine Großmutter an ihrem 79. Geburtstag im gemeinsamen Wohnhaus in Müllrose erstochen, hieß es in dem Urteil. Die Rentnerin starb demnach, weil ihr Enkel sie mit Fäusten und einem Küchenstuhl attackiert und mit einem Küchenmesser auf sie eingestochen hatte. Der Angriff soll sich an einem Streit um eine vollgestellte Badewanne entzündet haben.

G. sei dann mit dem Auto der Großmutter vor der Polizei geflüchtet und habe mit überhöhter Geschwindigkeit zwei Beamte an einer Bundesstraße bei Beeskow überfahren. Sie hatten einen Nagelgurt auf der Fahrbahn ausgelegt, um den Mann zu stoppen. G. sei mit dem Wagen direkt auf die beiden am Straßenrand zugerast, hieß es in dem Urteil. Die beiden Männer im Alter von 49 und 52 Jahren waren sofort tot.

Mit dem Strafmaß entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte hingegen auf zwölf Jahre Gefängnis plädiert. Der junge Deutsche stand am Tattag den Ermittlungen zufolge unter Drogen. Er hatte im Prozess zugegeben, für den Tod der drei Menschen verantwortlich zu sein.

fok/AFPdpa

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