Prozess in Frankfurt Paar verursachte mutmaßlich Hunderttausende Euro Schaden mit Inkasso-Betrug

Sie drohten mutmaßlich in falschen Inkasso-Mahnschreiben mit Pfändung: Ein Paar steht nun in Frankfurt vor Gericht - doch weitere Mitglieder der Betrügergruppe sind offenbar immer noch aktiv.

Inkasso-Mahnschreiben (Symbolbild)
DPA

Inkasso-Mahnschreiben (Symbolbild)


Wegen des Vorwurfs des großangelegten Betrugs mit falschen Inkasso-Mahnschreiben stehen ein Mann und eine Frau vor dem Landgericht Frankfurt. Insgesamt geht es laut Anklage um einen Schaden von mindestens 550.000 Euro.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gründete der 42-Jährige zwischen 2014 und 2016 als Mitglied einer größeren Betrügergruppe in Bulgarien und Rumänien Firmen und eröffnete entsprechende Bankverbindungen. Auf diese Konten zahlten dann etliche der mehr als hunderttausend Adressaten die grundlos angemahnten Beträge ein. Die 45 Jahre alte Frau soll Räume angemietet sowie Büroausstattung gekauft haben.

In den Schreiben fehlten Angaben zu den Gründen der Forderung, vorhanden waren aber Drohungen mit massiven Pfändungsmethoden: So wurden etwa "Hausbesuche" sowie die Pfändung von Konten oder Rentenzahlungen angekündigt. Am Ende stehe ein noch viel kostenintensiveres Gerichtsverfahren, drohten die Täter.

Viele der Adressaten zahlten den geforderten Betrag, andere schalteten jedoch Verbraucherverbände, Polizei und Staatsanwaltschaft ein. Es ging meist um Beträge zwischen 50 und 150 Euro.

Der Angeklagte wurde 2016 festgenommen. Über Firmen- und Kontenangaben auf den Mahnungsschreiben gelangten die Ermittler an seinen Namen und die Adresse. Die übrige Betrügergruppe sei nach wie vor aktiv, erklärte die Staatsanwaltschaft. Am ersten Verhandlungstag kündigte der Angeklagte an, in dem Prozess aussagen zu wollen.

bbr/dpa

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