Prozess gegen TÜV Rheinland Brustimplantat-Skandal wird neu verhandelt

Der Skandal um minderwertige Brustimplantate eines französischen Herstellers kommt erneut vor Gericht. In einem neuen Schadensersatzprozess in Paris steht eine deutsche Prüfstelle im Fokus.

Ärzte mit Brustimplantat (Archivbild)
DPA

Ärzte mit Brustimplantat (Archivbild)


Im Skandal um minderwertige Brustimplantate werden Schadenersatzklagen gegen den TÜV Rheinland in Frankreich neu aufgerollt. Das oberste Gericht des Landes hob ein Urteil aus Aix-en-Provence auf, das eine Haftung des deutschen Prüfunternehmens 2015 abgelehnt hatte.

Die Frage soll nun vor dem Pariser Berufungsgericht neu verhandelt werden, wie das Kassationsgericht bekanntgab. Etliche Frauen hatten das Unternehmen auf Schadenersatz verklagt. Es sieht sich selbst aber als Opfer des Betrugs des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP).

PIP hatte jahrelang ein nicht zugelassenes Silikongel für Brustimplantate verwendet. Der Skandal war 2010 aufgeflogen, Schätzungen zufolge könnten die reißanfälligen Silikonkissen weltweit bei Hunderttausenden Frauen eingesetzt worden sein. Der TÜV hatte Unterlagen zur Konzeption der Implantate und die Qualitätssicherung überprüft - auf dieser Basis erhielt das Unternehmen das europäische CE-Siegel.

mxw/dpa



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stefanmargraf 10.10.2018
1. Der Fall hat katastrophale Auswirkungen
auf die Medizinproduktentwicklung in Deutschland. Neue Produktentwicklungen sind fast unfinanzierbar, benannte Stellen nehmen kaum noch Kunden auf und schaffen ihre Arbeit nicht mehr. Viele Produkte werden infolge Neuzulassungskosten vom Markt genommen. Dies alles wegen völlig überzogener Neuregelungen durch die... raten Sie mal...EU.
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