Pariser Stadtautobahn: Jagd auf Verkehrsrowdy endet für Polizisten tödlich

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Pariser Stadtautobahn: Ermittler untersuchen das Wrack eines Polizeifahrzeugs

Zwei französische Polizisten sind bei der Verfolgung eines Verkehrsrowdys ums Leben gekommen. Der Unfallverursacher soll betrunken gewesen sein. Er wurde festgenommen.

Paris - Eine Verfolgungsjagd hat für zwei Polizisten in Frankreich ein tödliches Ende genommen. Der Wagen der Beamten sei auf der Pariser Stadtautobahn von dem Auto des Flüchtigen mit hoher Geschwindigkeit gerammt worden und schwer verunglückt, teilte das Innenministerium mit. Ein dritter Polizist sei lebensgefährlich verletzt worden.

Der 22 Jahre alte Unfallverursacher fuhr einen schweren Geländewagen. Nach ersten Ermittlungen besitzt er keinen gültigen Führerschein und war betrunken. Bei ihm wurde demnach ein Alkoholwert von 1,4 Promille festgestellt. Er wurde wie sein 21-jähriger Beifahrer festgenommen. Ihm droht nun ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung. Die getöteten Polizisten gehörten der Spezialeinheit BAC an. Sie ist unter anderem auf Einsätze in Problemstadtteilen spezialisiert.

Ermittlern zufolge hatte eine Polizeipatrouille am frühen Morgen den Geländewagen verfolgt, der den Beamten wegen mehrerer Verstöße gegen die Verkehrsordnung aufgefallen war. Der Geländewagen, der einem Polizisten zufolge mit "irrwitziger Geschwindigkeit" über die Stadtautobahn raste, hängte die Verfolger ab. Einige Kilometer weiter rammte er den Wagen einer zweiten Patrouille, die den Jeep womöglich ausbremsen wollte. Der Aufprall erfolgte mit solcher Wucht, dass der gesamte hintere Teil des Polizeiautos eingedrückt wurde.

wit/dpa/AFP

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