Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Frankreich: Polizei nimmt bewaffneten Mann bei Disneyland nahe Paris fest

Hotel bei Disneyland nahe Paris: Sicherheitskräfte im Einsatz Zur Großansicht
REUTERS

Hotel bei Disneyland nahe Paris: Sicherheitskräfte im Einsatz

Die französische Polizei hat beim Vergnügungspark Disneyland nahe Paris einen Mann festgenommen. Er soll zwei Schusswaffen bei sich getragen haben.

Ein bewaffneter Mann ist in einem Hotel beim Vergnügungspark Disneyland nahe Paris festgenommen worden. Er habe zwei Schusswaffen bei sich geführt, teilte die Polizei in Frankreich mit. Bei der Aktion sei niemand verletzt worden, heißt es.

Berichten französischer Medien zufolge waren die Waffen in einer Tasche versteckt. Bei dem Festgenommenen handelt es sich demnach um einen 28-jährigen Europäer. Er sei bei seiner Ankunft in dem Hotel, wo er zuvor eine Reservierung vorgenommen habe, durchsucht worden. Dabei seien die Waffen entdeckt worden. Demnach hatte zuvor eine Sicherheitsschleuse Alarm geschlagen, als der Mann hindurchging.

In seiner Tasche sollen auch Munition und eine Koran-Ausgabe gefunden worden sein - das melden die Nachrichtenagenturen AFP und Reuters unter Berufung auf inoffizielle Polizeiangaben. Demnach ist der Mann den Sicherheitsbehörden in den Vergangenheit nicht aufgefallen.

Beschlagnahmte Dokumente legen laut Ermittlern nahe, dass der Mann in Paris wohnt. Angaben des Innenministeriums zufolge suchen die Ermittler nach einer Frau, die den 28-Jährigen möglicherweise begleitete, vermutlich seine Lebensgefährtin. Zwischenzeitlich gab die Polizei die Festnahme der Frau bekannt, zog dies aber kurze Zeit später wieder zurück.

Disneyland Paris liegt rund 30 Kilometer östlich der französischen Hauptstadt und ist der besucherstärkste Vergnügungspark Europas. Im Jahr 2014 zählte die Anlage etwa zehn Millionen Besucher.

In Frankreich gilt seit den islamistischen Anschlägen im vergangenen Jahr höchste Alarmstufe. Nach den Angriffen vom November in Paris mit 130 Toten wurde zudem der Ausnahmezustand verhängt, der den Behörden weitreichende Befugnisse bei ihren Terrorermittlungen gibt und noch bis Ende Februar gilt. Präsident François Hollande will den Notstand nicht nur erneut verlängern, sondern auch in der Verfassung festschreiben.

wit/Reuters/AP/AFP

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: