Sarcelles bei Paris Französischer Polizist erschießt drei Menschen und sich selbst

Mit seiner Dienstwaffe hat ein französischer Polizist in Sarcelles bei Paris drei Menschen erschossen und dann sich selbst getötet. Die Ermittler sprechen von einem Familiendrama.

Französischer Polizist (Symbolbild)
AFP

Französischer Polizist (Symbolbild)


Ein 31-jähriger Polizist hat in Frankreich drei Menschen und dann sich selbst getötet. Zunächst erschoss der Mann am Samstagabend mit seiner Dienstwaffe zwei Personen auf offener Straße in der Gemeinde Sarcelles, einem Vorort nördlich von Paris.

Anschließend habe er nach Angaben der Ermittler den Vater seiner Lebensgefährtin umgebracht. Seine Partnerin, deren Mutter und Schwester seien angeschossen worden. Zwei der Frauen schwebten laut einem Bericht der Zeitung "Le Parisien" in Lebensgefahr. Der Täter wurde tot im Garten der Familie seiner Freundin gefunden. Neben ihm lag sein Hund, den er zuvor offenbar auch getötet hatte.

Die Kriminalpolizei geht von einem sogenannten Familiendrama aus. Nach Angaben des Bürgermeisters von Sarcelles hatte die Lebensgefährtin des Polizisten diesem kurz zuvor gesagt, dass sie sich trennen wollte. Mit den Menschen, die er zuvor auf offener Straße in der Nähe des Rathauses von Sarcelles getötet hatte, war der Mann nach ersten Erkenntnissen nicht persönlich bekannt.

Seit Jahresanfang registrieren die Behörden in Frankreich eine steigende Suizidrate unter den Sicherheitskräften. In diesem Jahr haben sich bislang mindestens 46 Polizisten und 16 Angehörige der Gendarmerie selbst getötet.

syd/AFP

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