Nationalfeiertag in Frankreich Randalierer stecken fast 900 Autos in Brand

Tagsüber feierte Frankreich den Nationalfeiertag mit einer großen Militärparade. Doch nachts entlud sich in den Brennpunktvierteln der Großstädte die Wut - fast 900 Autos wurden abgefackelt.


Rund um den französischen Nationalfeiertag am 14. Juli hat es in vielen Städten des Landes schwere Ausschreitungen gegeben: Randalierer steckten landesweit 897 Autos in Brand, wie das Innenministerium in Paris am Samstag mitteilte. 13 Polizisten und Soldaten seien verletzt, 368 Menschen in Gewahrsam genommen worden.

Das Ministerium führte es auf das "Großaufgebot an Sicherheitskräften" zurück, dass die Bilanz nicht noch gravierender ausfiel. Die Zahl der Vorkommnisse sei allerdings "immer noch viel zu hoch".

Sicherheitskräfte seien "zum Ziel inakzeptabler Angriffe" geworden, erklärte das Ministerium weiter. Die Täter müssten sich vor Gericht verantworten. So war in Sevran im Nordosten von Paris ein Polizist in der Nacht zum Samstag verprügelt worden, er setzte seine Waffe ein, um die Angreifer loszuwerden, wie es aus Sicherheitskreisen hieß. Ein 18-Jähriger wurde verletzt.

Um den Nationalfeiertag herum kommt es in Frankreich - insbesondere in sozialen Brennpunktvierteln größerer Städte - immer wieder zu Ausschreitungen. Im vergangenen Jahr waren 855 Autos in Brand gesetzt worden, die Sicherheitskräfte hatten damals 577 Menschen in Gewahrsam genommen. 2015 waren es sogar 951 angesteckte Fahrzeuge gewesen.

Tagsüber hatte Frankreich mit großem Pomp den Nationalfeiertag begangen: Bei der großen Militärparade waren Tausende Soldaten über den Champs-Élysées marschiert, als Ehrengast hatte der US-Präsident Donald Trump auf der Tribüne neben seinem französischen Gastgeber Emmanuel Macron gesessen:

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Militärparade in Paris: Frankreich feiert mit Trump

oka/AFP



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