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10. August 2018, 12:49 Uhr

Überschwemmtes Zeltlager in Frankreich

Zwei deutsche Betreuer festgenommen

119 Kinder mussten wegen der Überschwemmung eines Zeltlagers in Südfrankreich in Sicherheit gebracht werden. Ein 70-jähriger Betreuer wird immer noch vermisst, zwei Verantwortliche aus Deutschland sind nun festgenommen worden.

Nach der Überschwemmung eines deutschen Ferienlagers in Südfrankreich hat die Polizei zwei deutsche Verantwortliche festgenommen. Gegen den Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden der Jugendförderung St. Antonius in Leverkusen werde ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft Nîmes mit.

In der Untersuchung der Ermittler gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, der Gefährdung des Lebens anderer, Schwarzarbeit und das ungenehmigte Betreiben eines Campingplatzes. Das Zeltlager mit den Kindern aus Nordrhein-Westfalen war bei dem Unwetter komplett überspült und anschließend geräumt worden. Ein erwachsener Betreuer wird vermisst.

Für die Suche nach dem 70-Jährigen werde auch ein Hubschrauber eingesetzt, berichtete der Fernsehnachrichtensender BFMTV unter Berufung auf die Präfektur in Nîmes.

Wohnwagen wurde mitgerissen und zerstört

Der Wohnwagen des Mannes war in Saint-Julien-de-Peyrolas am Fluss Ardèche bei einer Überschwemmung mitgerissen und zerstört worden. Die 119 Kinder der Gruppe aus Leverkusen wurden nach Angaben der Präfektur in Sicherheit gebracht.

"Es geht allen gut und sie sind bestens versorgt", teilte der Veranstalter, das Leverkusener Zeltlager St. Antonius auf seiner Facebook-Seite mit. "Die Nacht war unruhig, dennoch konnten alle ein bisschen schlafen." Die Kinder würden am Abend in zwei bis drei Bussen zurück nach Deutschland fahren, hieß es.

Die Region war am Mittwoch von heftigen Regenfällen getroffen worden. Mehrere Campingplätze wurden geräumt. Hunderte Feuerwehrleute und Polizisten waren im Einsatz.

sen/AFP/dpa

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