Mord an Ex-Freundin und Tochter 53-Jähriger zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt

Er tötete nach einem Trennungsstreit seine Ex-Freundin und das gemeinsame Kind, jetzt fällte das Landgericht Freiburg das Urteil: Der 53-Jährige muss lebenslang ins Gefängnis.

Der Angeklagte im Mordprozess in Freiburg
DPA

Der Angeklagte im Mordprozess in Freiburg


Weil er eine Mutter und ihr Kind erstochen hat, ist ein 53 Jahre alter Mann in Freiburg zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine vorzeitige Freilassung nach 15 Jahren Haft Gerichtsangaben zufolge nahezu ausgeschlossen.

Der Angeklagte hatte zugegeben, im Juli vergangenen Jahres in Teningen seine 39 Jahre alte frühere Lebensgefährtin und den gemeinsamen vier Jahre alten Sohn mit Messerstichen getötet zu haben. Der Attacke war laut dem Gericht ein Trennungsstreit vorausgegangen.

Es habe sich um eine gezielte Tat gehandelt, sagte die Vorsitzende Richterin Eva Kleine-Cosack am Freitag zur Urteilsbegründung. Der 53-Jährige sei äußerst brutal vorgegangen. Er habe seiner Ex-Freundin und dem gemeinsamen Sohn vor einer Tiefgarage aufgelauert. Als die Frau aus der Garage fuhr, habe er ihren Wagen gerammt, zwei Scheiben eingeschlagen und mit einem langen Küchenmesser auf Frau und Kind eingestochen. Diese seien dem Angriff schutzlos ausgeliefert gewesen. Sie starben wenig später im Krankenhaus.

Der Prozess hatte Anfang April mit einem Geständnis des Angeklagten begonnen. Der eigentliche Plan sei gewesen, den Sohn nach Algerien zu entführen, sagte der Mann, der einen deutschen Pass hat und aus Algerien stammt. Das Messer habe er nur mitgenommen, um Druck aufbauen zu können, mit Widerstand habe er nicht gerechnet.

Ein psychiatrischer Gutachter hatte dem Mann im Laufe des Strafverfahrens eine "narzisstische Persönlichkeitsstörung" attestiert. Diese mindere jedoch nicht die Schuld, stellte das Gericht fest. Der Mann war nach der Tat geflohen, kurze Zeit später aber von der Polizei festgenommen worden. Er saß seither in Untersuchungshaft.

bam/dpa



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