Staufener Missbrauchsfall Hauptangeklagter Christian L. geht in Revision

Christian L. wurde zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, weil er einen Jungen zum Missbrauch anbot und sich auch selbst an ihm verging. Gegen das Urteil will er nun vorgehen.

Christian L. (links, Archiv)
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Christian L. (links, Archiv)


Im Staufener Missbrauchsprozess geht der vom Landgericht Freiburg verurteilte Hauptangeklagte in Revision. Christian L., der Lebensgefährte der Mutter des missbrauchten Jungen, war zu zwölf Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Er habe am Montag Rechtsmittel eingelegt, teilte das Gericht mit.

L. selbst hatte laut seiner Anwältin Martina Nägele um die Sicherungsverwahrung gebeten. Sein Wunsch sei es, therapiert zu werden, hatte sie im Juli gesagt. Allerdings hatte sie auf nur neun Jahre Haft plädiert.

Berrin T., die Mutter des Jungen, die das Gericht zu zwölf Jahren und sechs Monate Gefängnis verurteilt hatte, hatte bereits im Gerichtssaal angekündigt, auf eine Revision zu verzichten. Das Urteil gegen die 48-Jährige ist damit rechtskräftig.

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Außer Christian L. hatten auch zwei weitere Männer, die den Jungen laut Landgericht gegen Geld vergewaltigten, Rechtsmittel gegen ihre Urteile eingelegt. Zudem legte die Staatsanwaltschaft Freiburg gegen das Urteil gegen einen aus demselben Grund verurteilten Spanier Rechtsmittel ein.

Ermittlungen im Missbrauchsfall - Deckname "GeilerDaddy" (SPIEGEL TV 21.01.2018)

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bbr/dpa



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