Missbrauchter Neunjähriger Polizei berichtet von Festplatten-Fund im See

Zu den Ermittlungen im Fall des missbrauchten Jungen aus dem Raum Freiburg gibt es weitere Einzelheiten. Die Polizei hat eine Festplatte entdeckt.


Im Fall des sexuell missbrauchten Neunjährigen im Raum Freiburg gibt es neue Details zu den Ermittlungen: Beamte haben eine Festplatte aus einem See neben dem Wohnhaus des Kindes geborgen. Das Wasser sei schon Ende November weitgehend abgelassen und der Datenträger darin entdeckt worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Der See ist 1,50 bis 4 Meter tief und etwas größer als ein Fußballfeld. Zuvor hatte die "Badische Zeitung" berichtet. Die Ermittlungen zu dem Missbrauchsfall haben bereits vor Monaten begonnen. Die 47-jährige Mutter und deren 39-jähriger Lebensgefährte stehen unter dem Verdacht, das Kind via Internet an Männer aus dem In- und Ausland gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen zu haben.

Der Junge wurde demnach von mehreren Tätern wiederholt und an mehreren Orten in und um Freiburg missbraucht und vergewaltigt. Die Taten sollen sich von 2015 bis Herbst 2017 ereignet haben. Der Lebensgefährte der Mutter war wegen sexuellen Kindesmissbrauchs vorbestraft und durfte zu Kindern keinen Kontakt haben. Nach einem anonymen Hinweis begannen im vergangenen September die Ermittlungen in dem Fall. Die Polizei stieß dabei auf einen Pädophilenring, den sie den Angaben zufolge mittlerweile zerschlagen hat.

Insgesamt sitzen wegen der Vergewaltigungen des Jungen acht Tatverdächtige im Alter von 32 und 49 Jahren in Haft.

fok/dpa

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