Mordprozess in Freiburg Zeugen widersprechen Angeklagtem Hussein K.

Im Prozess um die Vergewaltigung und den Mord an einer Studentin in Freiburg haben Zeugen gegen Hussein K. ausgesagt. Der Angeklagte soll zum Tatzeitpunkt nicht so betrunken gewesen sein, wie er selbst angab.

Angeklagte Hussein K. im Landgericht Freiburg
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Angeklagte Hussein K. im Landgericht Freiburg


Zeugen im Freiburger Mordprozess haben dem angeklagten Hussein K. in wesentlichen Punkten widersprochen. Der mutmaßliche Mörder der Studentin Maria L. sei wenige Stunden vor der Tat nicht erkennbar betrunken gewesen, sagten Mitarbeiter und Besucher einer Bar am dritten Prozesstag.

Der junge Flüchtling hatte sich kurz vor dem Mord an der 19-Jährigen in der als Homosexuellen-Treff bekannten Bar aufgehalten. Eine Besucherin berichtete, sie sei von dem jungen Mann bedrängt worden und habe sich bedroht gefühlt. Betrunken sei er aber nicht gewesen.

"Wenn er betrunken gewesen wäre, hätte ich es gemerkt", sagte der Barkeeper. Seine Kollegen äußerten sich ähnlich. K., der alleine unterwegs war und sichtbar Kontakt gesucht habe, soll demnach nur zwei kleine Bier getrunken haben.

Dem Angeklagten wird Mord und besonders schwere Vergewaltigung vorgeworfen. Er hatte zugegeben, Maria L. im vergangenen Oktober überfallen, gewürgt, vergewaltigt und in den Fluss Dreisam gelegt zu haben. Dort ertrank sie.

Eigenen Angaben zufolge war er zur Tatzeit betrunken und bekifft. Dies könnte bei der Frage eine Rolle spielen, ob Hussein K. vermindert schuldfähig war.

In dem Prozess sollen weitere Zeugen sowie zehn Sachverständige gehört werden - unter anderem zur Frage, wie alt der vor der Jugendkammer stehende Mann tatsächlich ist. Er selbst hatte behauptet, zur Tatzeit 17 Jahre alt gewesen zu sein. Zum Prozessauftakt in der vergangenen Woche gab er jedoch zu, gelogen zu haben und älter zu sein. Vom Alter ist abhängig, ob für Hussein K. Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht gilt.

ala/dpa

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