150.000 Euro eingesackt Bankangestellter soll Überfall vorgetäuscht haben

In Hessen soll ein Bankangestellter 150.000 Euro erbeutet haben, indem er einen Überfall simulierte. Ihm wird außerdem die Beteiligung an einem echten Überfall vorgeworfen.


Ein Bankangestellter soll am Tag vor Heiligabend 2016 einen Überfall in einer Filiale Hessen vorgetäuscht haben, in der er erst arbeitete. Mutmaßliche Beute: rund 150.000 Euro. Der 51-Jährige sitzt in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft in Fulda mitteilte.

Sein mutmaßlicher Komplize ist demnach auf freiem Fuß. Es bestehe keine Fluchtgefahr. Die beiden Männer sollen außerdem im Jahr 2013 eine Geldbotin der Filiale überfallen haben. Dabei erbeuteten sie den Angaben zufolge 100.000 Euro.

Ermittler hatten bei der Durchsuchung von sieben Gebäuden in und um Fulda, darunter der Wohnung und der Arbeitsstelle des mutmaßlichen Mittäters, mehr als 80.000 Euro sichergestellt.

Sie fanden außerdem eine Übungshandgranate, zwei Revolver, ein Gewehr und Munition. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen Untreue und der Vortäuschung einer Straftat, aber auch wegen räuberischer Erpressung wegen des Überfalls auf die Geldbotin.

Der 51-Jährige aus Künzell bei Fulda arbeitet inzwischen nicht mehr bei der Bank. Polizisten hatten ihn vorige Woche an einer Autobahnraststätte bei Dresden festgenommen. Er war auf dem Weg nach Polen.

fok/dpa



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