G20-Ermittlungen Polizei durchsucht Gebäude in drei Bundesländern - eine Festnahme

In Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen läuft seit dem frühen Morgen die Suche nach Personen, die beim G20-Gipfel im vergangenen Jahr Straftaten begangen haben sollen. Polizisten durchsuchten mehrere Gebäude.

"Welcome to hell"-Demonstration am 6. Juli 2017
DPA

"Welcome to hell"-Demonstration am 6. Juli 2017


14 Monate nach den schweren Krawallen während des G20-Gipfels in Hamburg hat die Polizei am Dienstag erneut Wohnungen mehrerer Verdächtiger durchsucht. Ein Mann sei in Hamburg festgenommen worden, teilte die Hamburger Polizei mit.

Beamte durchsuchten Gebäude in Hamburg, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Es geht um Tatverdächtige, die bei der "Welcome to Hell"-Demonstration in Hamburg Straftaten begangen haben sollen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Morgen mit.

Die Verdächtigen sollen sich an den Ausschreitungen und Plünderungen am 6. und 7. Juli 2017 in Hamburg beteiligt haben. Sie sollen Steine und Flaschen auf Polizisten geworfen, Barrikaden in Brand gesetzt oder einen Supermarkt geplündert haben. Den Personen werden verschiedene Straftaten vorgeworfen, unter anderem schwerer Landfriedensbruch, Widerstand gegen Polizeibeamte und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte.

In den vergangenen Monaten gab es bereits mehrere vergleichbare Razzien im In- und Ausland. Die nach den G20-Krawallen geschaffene Sonderkommission "Schwarzer Block" der Hamburger Polizei sucht mit erheblichem Aufwand nach Verdächtigen. Bislang wurden mehr als 3.400 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Video: G20-Ausschreitungen - als Hamburg brannte

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Während des Treffens der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten im Juli 2017 hatte es in Hamburg schwere Ausschreitungen gegeben. Gipfelgegner griffen Polizisten an, setzten Autos in Brand und plünderten Geschäfte. Teilnehmer der Proteste warfen ihrerseits der Polizei in zahlreichen Fällen Fehlverhalten und brutales Verhalten vor.

Die Polizei hatte am Dienstag außerdem erstmals eine europaweite öffentliche Fahndung gestartet. Die vier Gesuchten - drei Männer und eine Frau - sollen an der Serie von Brandstiftungen an der Elbchaussee beteiligt gewesen sein, bei der damals ein Schaden von rund 1,5 Millionen Euro entstand. Die Hamburger Polizei veröffentlichte Fotos der vier Gesuchten.

ulz/dpa

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