G20-Gipfel in Hamburg Knapp 200 Hinweise nach Fahndungsaufruf

Mit einer großen Öffentlichkeitsfahndung sucht die Hamburger Polizei nach mutmaßlichen G20-Randalieren - bislang sind knapp 200 Hinweise eingegangen. Das Vorgehen ist jedoch umstritten.

Fahndungsfotos mutmaßlicher G20-Täter
DPA

Fahndungsfotos mutmaßlicher G20-Täter


Am Montag veröffentlichte die Hamburger Polizei Fahndungsfotos von mehr als hundert mutmaßlichen G20-Straftätern. Mittlerweile haben die Ermittler laut eigenen Angaben knapp 200 Hinweise bekommen. Neun der Gesuchten seien identifiziert, ihre Bilder aus der öffentlichen Fahndung genommen worden.

Die Fotos hatten Polizei und Staatsanwaltschaft nach Genehmigung durch einen Richter auf die Internetseite der Hamburger Polizei gestellt. Zunächst hatte es sich um Fotos von 104 Personen gehandelt, später fügte die Polizei noch Bilder von drei weiteren Verdächtigen hinzu.

Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Casper kritisierte die Fahndungsmethode der Polizei. Als massenhaft einzusetzende Standardmaßnahme für die Strafverfolgung sei die Öffentlichkeitsfahndung gerade im Internetzeitalter nicht angemessen, sagte er.

bbr/dpa



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