Chicago - Diese Geschichte hat alles, was es für einen filmreifen Gefängnisausbruch braucht: Die verurteilten Bankräuber drapierten Decken und Kleidungsstücke so auf ihren Betten, dass es aussah, als würden sie schlafend darin liegen. Sie schlugen ein Fenster in ihrer Zelle in Chicago ein, befestigten ein Seil aus zusammengeknoteten Bettlaken an einem Gitter und kletterten daran in die Tiefe.
So entkamen Joseph Banks, 37, und Kenneth Conley, 38, aus dem 20. Stock des Metropolitan Correctional Center, wie unter anderem die Zeitung "Chicago Tribune" berichtet. Die Flucht der Männer sei erst gegen fünf Uhr morgens aufgefallen. Zuletzt seien beide bei einer Zählung am Vorabend um 22 Uhr gesehen worden.
Die Polizei suchte mit Hubschraubern und Spürhunden nach den Männern, die beiden Ausbrecher blieben jedoch verschwunden. Die FBI bezeichnete sie als möglicherweise bewaffnet und gefährlich. Das Metropolitan Correctional Center ist eines der wenigen Gefängnisse in einem Hochhaus weltweit. Den letzten Ausbruch dort gab es Mitte der achtziger Jahre.
aar/dpa/dapd
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