Geiselnahme in USA: Bewaffneter Rollstuhlfahrer fordert Pizza im Postamt
Riesiger Polizeieinsatz in einem Dorf in Virginia: Ein Rollstuhlfahrer nahm im Postamt stundenlang Geiseln. Aus Angst vor einer Bombe rückten Sondereinheiten an, überredeten ihn zum Aufgeben - am Ende musste er sich einem Sprengstoffroboter stellen. Die einzige Forderung des Mannes war: Pizza.
Wytheville - Acht Stunden lang hielt er die 8000-Einwohner-Gemeinde Wytheville in Atem - dann gab er auf: Ein bewaffneter Geiselnehmer im Rollstuhl hat am Mittwoch (Ortszeit) das Postamt in dem Ort im US-Bundesstaat Virginia überfallen.
Der Mann fuhr am Nachmittag in das Postamt und feuerte einen Schuss ab. Stundenlang hielt er drei Menschen als Geiseln. Sicherheitskräfte riegelten das mit Weihnachtseinkäufern volle Viertel rund um die Post ab, ein Sondereinsatzkommando mit Sprengstoffexperten rückte an. Nach Verhandlungen stellte sich der Mann dann jedoch und verließ das Gebäude von selbst. Er wurde von einem Polizeiroboter untersucht - weil befürchtet wurde, dass er Sprengstoff oder sogar einen Sprengstoffgürtel bei sich hatte. Dies bestätigte sich später allerdings nicht.
Zunächst hatte der Mann fünf Menschen in seine Gewalt gebracht - drei Postangestellte und zwei Kunden. Später gelang dem Bericht zufolge einer oder mehreren Geiseln die Flucht.
Die Motive des Täters waren zunächst nicht bekannt. Außer einer Pizza habe er keine Forderungen gestellt, sagte der Sheriff.
plö/APD/dpa
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