Polizei-Großeinsatz: Geiselnehmer in Berliner Bank stellt sich

Die Polizei hat die Geiselnahme in einer Berliner Bank beendet. Nach mehr als neun Stunden stellte sich der Täter, der einen Angestellten in seine Gewalt gebracht hatte. Beide sind laut Polizeiangaben unversehrt.

Berlin - Rund neuneinhalb Stunden dauerte die Geiselnahme, dann konnte die Polizei den Täter zur Aufgabe überreden. In der Nacht zum Samstag stellte sich der Mann, der eine Filiale der Deutschen Bank in Berlin-Zehlendorf überfallen hatte. Seine Geisel, ein Mitarbeiter der Bank, sei "körperlich unversehrt" und werde betreut, sagte ein Polizeisprecher. "Aber natürlich ist das eine psychisch belastende Situation."

Das Drama im südwestlichen Berliner Bezirk Zehlendorf begann am Nachmittag um kurz vor 16 Uhr. Der Täter drang in die Bankfiliale ein und nahm einen 40-jährigen Angestellten als Geisel. Laut Polizei konnten etwa 20 Menschen aus dem Obergeschoss des Gebäudes durch einen Notausgang flüchten.

Der Geiselnehmer gab an, einen Sprengsatz bei sich zu haben. Laut "Bild"-Zeitung forderte er eine Million Euro Lösegeld sowie einen Fluchtwagen. Die Polizei bestätigte diese Angaben nicht. Sie teilte lediglich mit, der Mann habe einen "höheren Geldbetrag" und freien Abzug gefordert. Auch nach dem Ende der Geiselnahme wollte sich die Polizei nicht näher äußern.

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Geiselnahme in Berlin: Großeinsatz der Polizei beendet

Noch unklar, ob der Täter Sprengstoff hatte

Die Polizei schickte am Freitag rund 300 Einsatzkräfte zum Tatort. Die normalerweise stark befahrene Straße, an der die Filiale liegt, wurde gesperrt. Das Gebiet um die Bank wurde im Umkreis von rund 500 Metern abgeriegelt. Laut Polizei gab es ständige Verhandlungen. Auch eine Erstürmung der Bank wurde erwogen.

Doch gegen 01.20 Uhr gab der Geiselnehmer dann auf. Nach Polizeiangaben verlief das Ende der Geiselnahme wie zuvor abgesprochen: Zunächst habe die Geisel die Filiale verlassen, danach der Täter. Er sei vor der Filiale festgenommen worden und solle verhört werden. Über das weitere Vorgehen entscheide die Staatsanwaltschaft.

Die Kriminaltechnik prüft laut Polizei, ob der Geiselnehmer tatsächlich Sprengstoff bei sich gehabt hat. Hierzu lagen in der Nacht noch keine Erkenntnisse vor. Ein Polizeisprecher sagte, der Geiselnehmer habe sich letztlich widerstandslos festnehmen lassen und sei unverletzt geblieben. Vor seiner Festnahme hatte er demnach bereits angekündigt, aufgeben zu wollen. Die Deutsche Bank teilte mit, man sei erleichtert, dass die Polizei die Situation gewaltfrei lösen konnte und danke den Beamten für ihren Einsatz. "Wir freuen uns darüber, dass unsere Mitarbeiter die Ereignisse körperlich unversehrt überstanden haben."

cte/AFP

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insgesamt 27 Beiträge
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1. So ein Glück zum Schluss!
zouphout 22.12.2012
Hoffentlich kommt der Bankangestellte schnell über dieses Drama hinweg. Mit dem Täter habe ich aber irgendwie auch Mitleid...
2.
spatenheimer 22.12.2012
Wir brauchen ganz klar strengere Waffengesetze.
3. zu lapidar
janne2109 22.12.2012
---------"Aber natürlich ist das eine psychisch belastende Situation."........ Das ist mir zu lapidar. Und auch die Bestrafung wird mir sicherlich zu gering erscheinen. Selbst wenn der Geiselnehmer für die Kosten aufkommen muss, für den Umsatzausfall der Geschäfte rundherum, .. niemand kann sich vorstellen was eine Geiselnahme bei allen Beteiligen auslöst, selbst bei den Angestellten die flüchten konnten.
4. Gut...,
böfburginion 22.12.2012
Zitat von sysopDPADie Polizei hat die Geiselnahme in einer Berliner Bank beendet. Nach mehr als neun Stunden stellte sich der Täter, der einen Angestellten in seine Gewalt gebracht hatte. Beide sind laut Polizeiangaben körperlich unversehrt. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/geiselnehmer-in-berliner-bank-stellt-sich-der-polizei-a-874453.html
...daß dieser Alptraum für den Mitarbeiter(in?) der PB glimpflich ausging, ohne Schaden an Leib und Leben - bestimmt und traurigerweise aber wohl mit Konsequenzen für dessen mentales Wolbefinden. *Ich möchte hier auch mal einen Stab für die abertausenden sog. "kleinen" Mitarbeiter von Sparkassen und Banken brechen, die sich in den Filialen - bei Ihrem alltäglichen Job zwischen Sparbuch und Überweisung - ständig auch solchen Gefahren ausgesetzt sehen - und die darüber hinaus (besonders die Letztgenannten) eine beinahe pogromähnliche Hetze der öffentlichen Meinung ertragen müssen.* Nicht DIESEN Frauen und Männern sollte der Berufsalltag so schwer gemacht werden...ich wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest und ein BESSERES 2013!
5. Geiselnahme!
joergroger 22.12.2012
Mir tut der Bankangestellte leid. Er war mit Sicherheit auch schon in Vorweihnachtsstimmung und hat sich auf seine freien Tage gefreut. Und selbst wenn Bankangestellte auf solche Situationen vorbereitet werden, so ist doch eine solch extremes Erlebnis traumatisch. Ich wünsche ihm trotzdem ein gutes Weihnachtfest.
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