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Gerichtsurteil Drogerie-Erpresser bekommt Bewährung

Chemie-Student vor Gericht: Er drohte mit Sprengstoff und GiftZur Großansicht
dapd

Chemie-Student vor Gericht: Er drohte mit Sprengstoff und Gift

Er wollte 2,5 Millionen Euro, drohte bei Nichtzahlung mit Sprengstoffattentaten und vergifteten Lebensmitteln. Das Landgericht Karlsruhe verurteilte den 26-jährigen Chemie-Studenten, der die Drogerie dm erpresste, jetzt zu zwei Jahren auf Bewährung.

Karlsruhe - Das Landgericht Karlsruhe hat den Erpresser der Drogeriemarktkette dm zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Der 26-Jährige muss sich außerdem einer ambulanten psychiatrischen Behandlung unterziehen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte unter anderem versucht hat, Geld von der Drogeriemarktkette dm zu erpressen, indem er mit Anschlägen auf Filialen drohte.

In einem Erpresserbrief forderte er 2,5 Millionen Euro innerhalb von sieben Werktagen, bei Verzögerungen verlangte er für jeden weiteren Tag zusätzlich 250.000 Euro. Laut Anklage hatte der Student die Drogeriemarktkette mit Geschäftsschädigung gedroht. Sie müsse bei Anschlägen mit Sprengstoff, Chemikalien oder auch aufgrund der Vergiftung von Lebensmitteln mit zahlreichen Toten rechnen, darunter auch Babys und Kleinkinder.

Der ehemalige Chemie-Student hatte seine Taten während der Verhandlung gestanden. Der Mann war im März 2011 in Dortmund festgenommen worden.

nga/dapd

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