Germanwings-Absturz Streit um Schmerzensgeld endet ohne Prozess

Es sei eine Einigung gelungen, die deutlich über das ursprüngliche Angebot hinaus gehe: Angehörige von Opfern des Germanwings-Absturzes haben ihre Klagen gegen die Muttergesellschaft Lufthansa zurückgezogen.

Gedenkstätte für Opfer des Germanwings-Absturzes (Archiv)
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Gedenkstätte für Opfer des Germanwings-Absturzes (Archiv)


Für den Tod ihrer Angehörigen beim Absturz der Germanwings-Maschine im Jahr 2015 erhalten fünf Familien von der Lufthansa ein höheres Schmerzensgeld als ursprünglich vorgesehen. Die entsprechenden Klagen beim Landgericht Düsseldorf seien gleichzeitig zurückgezogen worden, sagte der Anwalt der Familien, Christof Wellens. Zuvor hatte die "Rheinische Post" berichtet.

Über die genaue Höhe der Zahlungen machte Wellens keine Angaben. Es sei eine Einigung gelungen, die deutlich über das hinaus gehe, was ursprünglich angeboten worden sei, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Die Lufthansa nannte keine näheren Details zu der außergerichtlichen Einigung: "Zu juristischen Verfahren äußern wir uns grundsätzlich nicht."

Nach dem Absturz hatte Germanwings nach früheren Angaben der Muttergesellschaft Lufthansa 50.000 Euro Soforthilfe für jeden Todesfall gezahlt. In Deutschland seien zudem noch 10.000 Euro Schmerzensgeld an nächste Angehörige sowie 25.000 Euro je Verstorbenem an die Erben gezahlt worden.

Beim Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März 2015 in Frankreich waren alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Den Ermittlungen zufolge hatte der Co-Pilot die Maschine absichtlich gegen einen Felsen gesteuert.

Beim Landgericht Düsseldorf laufen nach Angaben einer Sprecherin noch zwei weitere Schadenersatzverfahren. Geklagt haben Angehörige von Opfern aus Südamerika. Beim Landgericht Essen liegt eine Schmerzensgeldklage von weiteren 190 Hinterbliebenen. Ein Termin für die mündliche Verhandlung sei noch nicht bestimmt, sagte ein Gerichtssprecher.

bbr/dpa



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