Gießen Staatsanwaltschaft fordert dreieinhalb Jahre Haft für mutmaßlichen Würth-Entführer

Der mutmaßliche Entführer des Milliardärssohns Markus Würth soll für mehrere Jahre ins Gefängnis - das fordert die Staatsanwaltschaft. Sie hält Nedzad A. des erpresserischen Menschenraubes für schuldig.

Nedzad A. vor dem Landgericht Gießen
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Nedzad A. vor dem Landgericht Gießen


Im Prozess zur Entführung des Milliardärssohns Markus Würth hat die Staatsanwaltschaft dreieinhalb Jahre Haft für den Angeklagten Nedzad A. gefordert. Sie plädierte vor dem Landgericht Gießen auf erpresserischen Menschenraub.

Es sei abscheulich, einen Menschen zu kidnappen, sagte der Staatsanwalt. Die Verteidigung forderte hingegen einen Freispruch: "Wir halten unseren Mandanten für unschuldig," sagte sie.

Markus Würth, der behinderte Sohn des baden-württembergischen Unternehmers Reinhold Würth, war im Juni 2015 im osthessischen Schlitz entführt worden. Der 48 Jahre alte Angeklagte soll am Telefon drei Millionen Euro Lösegeld gefordert haben.

Nach einer gescheiterten Übergabe kam das damals 50 Jahre alte Opfer weitgehend unversehrt frei. Die Plädoyers der Nebenklage und Verteidigung stehen noch aus.

bbr/dpa

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