Verbrechen in Hessen Staatsanwaltschaft erhebt Anklage im Mordfall Johanna

Im September 1999 wurde die achtjährige Johanna aus Hessen Opfer eines Sexualverbrechens. 18 Jahre später konnten Ermittler ihren mutmaßlichen Mörder fassen. Nun wurde der Mann angeklagt.

Suche nach Johanna (September 1999)
DPA

Suche nach Johanna (September 1999)


Die Staatsanwaltschaft Gießen hat knapp vier Monate nach der Festnahme des mutmaßlichen Mörders der achtjährigen Johanna aus Hessen Anklage erhoben. Der Mann soll das Mädchen im September 1999 in Bobenhausen im Wetteraukreis entführt, missbraucht und getötet haben, wie die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Mittelhessen mitteilten. Zudem soll der 41-Jährige Bild- und Videodateien mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten besessen haben.

Der Mann habe sich in den bisherigen Vernehmungen zwar verantwortlich für den Tod des Mädchens gezeigt, aber eine vorsätzliche Tötung bestritten, teilten die Ermittler mit. Eine Tatrekonstruktion, rechtsmedizinische und fachärztliche Gutachten, Faserspurenuntersuchungen beim Landeskriminalamt, die Auswertung von Datenträgern und die Vernehmung von insgesamt 110 Zeugen begründeten aber den dringenden Verdacht eines vorsätzlichen Tötungsdelikts.

Weitere schwere Sexual- beziehungsweise Tötungsdelikte seien dem Tatverdächtigen bislang nicht nachgewiesen worden, hieß es. Er sitze nach seiner Festnahme Ende Oktober weiter in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Angeklagt worden sei er wegen des dringenden Verdachts des Mordes, des sexuellen Missbrauchs von Kindern und des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften.

wit/dpa



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