Giftküche: Spanische Polizei entdeckt größtes Kokainlabor Europas

300 Kilo Kokain und 33 Tonnen Chemikalien: Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben das größte Kokainlabor Europas aufgedeckt. Der Betreiberbande gehörte auch eine Anwaltskanzlei.

Spanien: Polizei entdeckt Europas größtes Kokainlabor Fotos
REUTERS

Madrid - Die spanische Polizei hat nach eigener Darstellung das "größte und raffinierteste Kokainlabor Europas" entdeckt. Polizisten nahmen nach Angaben des spanischen Innenministeriums 25 mutmaßliche Mitglieder einer Bande fest, die Rauschgift mit chemischen Mitteln aufbereitet und anschließend vertrieben haben soll.

In dem Labor in der Nähe von Madrid stellten die Rauschgiftfahnder 300 Kilogramm Kokain und 33 Tonnen Chemikalien sicher. Der Einsatz sei erfolgt, just bevor das Labor seinen Betrieb aufgenommen habe.

Sie beschlagnahmten außerdem zwei Millionen Euro in Bargeld, Güter und Wertpapiere im Wert von 50 Millionen Euro sowie Waffen und Luxuslimousinen. Der Bande gehörte nach den Ermittlungen auch eine komplette Anwaltskanzlei an.

Den Angaben zufolge sorgte die Drogenmafia dafür, dass der Stoff nach Spanien geschmuggelt, verarbeitet und verkauft wurde. Das Geld aus den Geschäften sei von der Bande gleich gewaschen worden.

In Saragossa zerschlug die Polizei in einer anderen Operation eine weitere Bande von mutmaßlichen Kokainschmugglern und nahm 15 Verdächtige fest.

han/dpa

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