Behauptete Vergewaltigung Urteil gegen Gina-Lisa Lohfink rechtskräftig

Gina-Lisa Lohfink bezichtigte zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung - und wurde deshalb schuldig gesprochen. Nun muss das Model 20.000 Euro Geldstrafe bezahlen.

Gina-Lisa Lohfink
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Gina-Lisa Lohfink


Gut fünf Jahre nach einer angeblichen Vergewaltigung ist der Prozess gegen das Model Gina-Lisa Lohfink endgültig abgeschlossen. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verurteilte Lohfink schriftlich ohne mündliche Verhandlung wegen falscher Verdächtigung zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro. Das teilte das Gericht mit. Auch die Vergewaltigungsvorwürfe darf sie demnach nicht mehr äußern.

Lohfink hatte behauptet, im Juni 2012 von zwei Männern vergewaltigt worden zu sein. Dabei sollen K.-o.-Tropfen im Spiel gewesen sein. Dafür sahen die Gerichte aber keine Hinweise. Zuletzt hatte das Kammergericht im Februar den Schuldspruch des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten im Wesentlichen bestätigt.

Der Prozess, zu dem Lohfink sich als Opfer inszenierte, hatte deutschlandweit Aufsehen erregt und polarisiert. Einige sahen das Model als Vorkämpferin für die Rechte von Frauen. Der Prozess befeuerte eine Kampagne gegen sexuelle Übergriffe unter dem Schlagwort "Nein heißt Nein", die schließlich in schärferen Strafgesetzen mündete.

Nun musste noch die Höhe der Tagessätze neu verhandelt werden, weil das Kammergericht für das angenommene Einkommen von Lohfink keine ausreichende Grundlage sah. Auch Lohfinks Verteidiger hatten das Urteil als falsch und zu hoch angegriffen. In dem jetzigen Beschluss blieb das Amtsgericht jedoch bei der ursprünglichen Summe: 80 Tagessätze zu je 250 Euro. Das Urteil ist rechtskräftig.

apr/dpa



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