Mutmaßlicher "Golden State Killer" 13. Mordanklage gegen Ex-Polizist in Kalifornien

Der "Golden State Killer" gilt als einer der gefährlichsten Serienmörder der USA. Ein 72 Jahre alter Ex-Polizist wurde bereits wegen zwölf Morden angeklagt - nun kommt ein weiterer Fall hinzu.

Angeklagter DeAngelo mit seiner Verteidigerin vor Gericht (April 2018)
REUTERS

Angeklagter DeAngelo mit seiner Verteidigerin vor Gericht (April 2018)


Nach einer Mord- und Vergewaltigungsserie in den Siebziger- und Achtzigerjahren in Kalifornien werden einem Ex-Polizisten in dem US-Westküstenstaat nun insgesamt 13 Morde zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft in Visalia erhob am Montag gegen den 72-jährigen Joseph James DeAngelo Anklage wegen eines Mordfalls im September 1975. Der mutmaßliche "Golden State Killer" soll damals nach einem nächtlichen Einbruch und der versuchten Entführung eines 16-jährigen Mädchens dessen Vater erschossen haben.

DeAngelo war Ende April in einem Vorort im nordkalifornischen Sacramento festgenommen worden. Dort wird ihm die Ermordung eines jungen Paares im Jahr 1978 vorgeworfen. Auch andere Bezirke haben zwischenzeitlich in lange ungeklärten Fällen Anklage erhoben.

Video: Mutmaßlicher Serienmörder nach Jahrzehnten gefasst

DPA/ AP/ FBI

Polizeiberichte zeigen das sadistische Vorgehen des mutmaßlichen Täters: Er weckte demnach seine Opfer nachts mit Taschenlampen auf, er kam mit Messern, Pistolen, Seilen und Schnürsenkeln. Er überraschte seine schlafenden Opfer in deren Häusern. Er fesselte die Ehemänner, vergewaltigte die Frauen und brachte sie danach um. Häufig verweilte er länger an den Tatorten und ließ Gegenstände aus den Häusern mitgehen, hieß es in Polizeiberichten.

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Verbrechensserie in Kalifornien: Auf der Spur des "Golden State Killers"

Dem "Golden State Killer" werden neben Morden mehr als 45 Vergewaltigungen und zahlreiche Einbrüche zugeschrieben. Ermittler hatten sich bei ihrer langen Suche nach dem Täter zuletzt auf Plattformen für Ahnenforschung gestützt, die genetische Informationen eines Verwandten enthielten. DNA-Spuren von einem der Tatorte wurden mit genetischen Informationen in Stammbaum-Datenbanken verglichen.

aar/dpa

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