Gewalttätige Fußball-Anhänger Schaffner flüchten aus Grasshopper-Fanzug

Der Schweizer Fußballklub Grasshopper Zürich gewann am Wochenende ein wichtiges Spiel in Lausanne. Dennoch kam es auf der Rückfahrt im Fanzug zu Ausschreitungen.


Vermummte haben in einem Schweizer Fanzug Schaffner angegriffen und derart bedroht, dass die Zugbegleiter die Notbremse zogen und auf offener Strecke aus dem Zug flüchteten.

Der Zwischenfall ereignete sich am vergangenen Samstag auf der Rückfahrt vom Erstligaspiel der Grasshopper Zürich in Lausanne (1:0 für Zürich), wie es in einer Mitteilung des Klubs und der Schweizer Bahngesellschaft SBB heißt. Auch der Lokomotivführer habe den Zug verlassen, berichtet der "Tagesanzeiger". Der Zug musste bis in die frühen Morgenstunden in Biel stehen, ehe neues Personal gefunden war, das die Fahrt bis Zürich übernahm.

Bereits zehn Tage zuvor hatten sich demnach Zugbegleiter eines Grasshopper-Fanzugs wegen massiver Bedrohungen in einem Abteil verbarrikadiert. Wegen der Vorfälle werde Strafanzeige gestellt, teilte das Bahnunternehmen mit.

"Einmal mehr haben einige wenige gewaltbereite Personen den Sport missbraucht und mit ihren verwerflichen Taten die 99 Prozent gewaltlosen und am Sport interessierten Fans in Mitleidenschaft gezogen", sagte der Chef der Grasshopper Fussball AG, Manuel Huber. An den kommenden Wochenenden werde es keinen Extrazug für Grasshopper-Spiele geben.

hut/dpa



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