Nach Protestaktion Berliner Polizei ermittelt gegen Greenpeace

Greenpeace färbte den Kreisverkehr um die Berliner Siegessäule gelb ein - nach eigenen Angaben mit umweltfreundlicher Farbe. Doch das bezweifelt die Polizei nun.

Protestaktion um die Siegessäule in Berlin
Greenpeace Germany/dpa

Protestaktion um die Siegessäule in Berlin


Die Berliner Polizei ermittelt nach einer Protestaktion gegen Greenpeace. Es gehe um den Verdacht der Gewässerverunreinigung, teilte die Behörde auf Twitter mit.

Die Umweltschutzorganisation hatte den Kreisverkehr um die Berliner Siegessäule gelb eingefärbt, um unter dem Motto "Sonne statt Kohle" für einen konsequenten Klimaschutz zu protestieren. Nach eigenen Angaben verwendeten die Aktivisten ökologisch abwaschbare und umweltfreundliche Farbe.

Daran hat die Polizei offenbar Zweifel: "Es besteht der Verdacht, dass ein Bestandteil der Farbe dazu geeignet ist, Flora und Fauna der Spree zu stören", heißt es bei Twitter. Eine Probe der Farbe werde aktuell im kriminaltechnischen Institut des Landeskriminalamtes untersucht.

Außerdem kommt auf Greenpeace eine Rechnung der Berliner Stadtreinigung (BSR) zu. Zwar stehe die genaue Höhe der Reinigungskosten noch nicht fest, sagte BSR-Sprecher Sebastian Harnisch. Klar sei aber: "Wir werden die Kosten dem Verursacher in Rechnung stellen."

Greenpeace Germany/dpa

Die Greenpeace-Aktivisten hatten auf dem mehrspurigen Kreisverkehr mit fünf Ausfahrten 3500 Liter gelbe Farbe verteilt. Aus der Luft sollte so das Bild einer Sonne zu sehen sein - als "strahlendes Symbol für die Energiewende". Anlass der Protestaktion war das erste Treffen der Kohlekommission der Bundesregierung.

bbr/dpa

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