Erschlichene Finanzhilfen  Angebliches Grenfell-Brandopfer zu Haft verurteilt

Ein Mann behauptete, seine Frau und sein Sohn seien bei dem Brand im Londoner Grenfell Tower gestorben. Ein britisches Gericht hat den 53-Jährigen nun wegen Betrugs schuldig gesprochen.

Ausgebrannter Grenfell Tower
AP

Ausgebrannter Grenfell Tower


Ein angebliches Opfer der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower ist wegen Betrugs verurteilt worden. Der Mann muss für 21 Monate ins Gefängnis, entschied das zuständige Gericht in London.

Der 53-Jährige hatte behauptet, seine Frau und sein Sohn seien bei dem Feuer in dem Londoner Hochhaus im Juni 2017 ums Leben gekommen. Bei dem Brand starben 71 Menschen. Der Mann soll sich damit umgerechnet rund 11.300 Euro Hilfsgeld erschlichen haben.

Der Mann hatte der Polizei einen detaillierten Bericht vorgelegt, wie er seine Familie angeblich im mit Rauch gefüllten Treppenhaus des Wohnturms aus den Augen verloren hatte. Er ist der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge unter 17 verschiedenen Alias-Namen bekannt und wurde bereits 28 Mal verurteilt, unter anderem wegen Diebstahls, Betrügereien und Körperverletzung.

apr/dpa



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