Münsterland Schweinekopf vor Moschee - Staatsschutz ermittelt

Im münsterländischen Gronau haben Unbekannte einen Schweinekopf vor einer Moschee abgelegt. Im Islam gelten die Tiere als unrein. Der Staatsschutz geht von einer politisch motivierten Tat aus.


Nach dem Fund eines Schweinekopfs vor einer Moschee im münsterländischen Gronau ermittelt der Staatsschutz. Nach Angaben der Polizei hatten bislang unbekannte Täter den abgetrennten Kopf am späten Sonntagabend auf dem Gehweg vor dem Grundstück abgelegt. Zuvor hatten die "Westfälischen Nachrichten" über den Fund berichtet.

Der Staatsschutz der Polizei wird bei politisch motivierten Straftaten aktiv. Schweine gelten im Islam als unrein und sind daher eine Provokation für die Gläubigen.

Die Polizeieinheiten in Nordrhein-Westfalen wurden nach einer Reihe von Angriffen auf türkische Moscheen in Deutschland in den vergangenen Tagen ohnehin in erhöhte Bereitschaft versetzt. Die Hintergründe sind unklar. Bei diesen Angriffen hielten die Behörden aber einen Zusammenhang zur türkischen Militäroffensive gegen Kurden in Nordsyrien für möglich.

Deutschlandweit gab es seit Jahresbeginn bereits 37 Angriffe auf türkische Einrichtungen.

wal/dpa



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