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Sechs Tote bei Brandkatastrophe: Bauernhof-Pächter zu Haftstrafe verurteilt

Löscharbeiten am 23. Mai 2015: Herbergen-Betreiber verurteilt Zur Großansicht
DPA

Löscharbeiten am 23. Mai 2015: Herbergen-Betreiber verurteilt

Das Landgericht Traunstein hat drei Jahre Haft gegen einen Mann verhängt. Er ließ in einem Bauernhof Gäste übernachten - trotz fehlenden Brandschutzes. Bei einem Feuer starben sechs Personen.

Sechs Menschen starben, etwa 20 wurden verletzt: Ein Feuer in einem denkmalgeschützten Bauernhof im bayerischen Schneizlreuth gehört zu den schlimmsten Brandkatastrophen in der Geschichte des Freistaats. Nun hat das Landgericht Traunstein den Pächter des Hofs wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu drei Jahren Haft verurteilt.

Zwar hatte der Inhaber einer Eventagentur den Brand nicht selbst verursacht. Als Brandursache wird eine weggeworfene Zigarette eines Gastes vermutet. Der 47-Jährige ließ aber in dem Gebäude 20 Jahre lang Urlauber übernachten, obwohl Brandschutzauflagen nicht erfüllt wurden. Er tat dies auch noch, nachdem er 2009 den Behörden versichert hatte, künftig auf die Beherbergung von Urlaubern zu verzichten.

Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Haft gefordert und dem Angeklagten vorgeworfen, auf den Brandschutz verzichtet zu haben, um Geld zu sparen. Die Verteidiger hatten auf eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren plädiert.

ulz/dpa

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