"Gruppe Freital" Sechs Verurteilte legen Revision ein

Die "Gruppe Freital" wird ein Fall für den Bundesgerichtshof: Sechs der insgesamt acht verurteilten Mitglieder wollen in Revision gehen. Das Oberlandesgericht Dresden hatte sie zu jahrelanger Haft verurteilt.

Prozess in Dresen (Archivbild)
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Prozess in Dresen (Archivbild)


Sechs der insgesamt acht wegen rechten Terrors und versuchten Mordes verurteilten Mitglieder der "Gruppe Freital" wollen in Revision gehen. Das teilte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Dresden mit. Die Frist zur Anmeldung war um Mitternacht abgelaufen.

Folgende Personen haben demnach Revision eingelegt: Die als Rädelsführer verurteilten Timo S. und Patrick F. sowie Philipp W. , Mike S., Rico K. und Maria K., die einzige Frau der Gruppe.

Die Mitglieder der Gruppe waren zu Freiheitsstrafen zwischen vier und zehn Jahren verurteilt worden. Sie hatten 2015 fünf Sprengstoffanschläge auf Flüchtlinge und politische Gegner in Freital und dem nahen Dresden verübt.

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Über die Zulassung der Revision muss nun der Bundesgerichtshof entscheiden. Im Gegensatz zu einer Berufung überprüfen die Bundesrichter dann nicht mehr den zugrundeliegenden Sachverhalt, sondern nur noch das Urteil auf Rechtsfehler. Sollten sie solche Fehler feststellen, würde das Verfahren an eine andere Kammer des Oberlandesgerichts zurückgegeben.

Im Video: Hassprediger aus Freital

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jpz/dpa

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