Eliteeinheit der Bundespolizei GSG 9 soll um ein Drittel wachsen

Die GSG 9 sucht Nachwuchs: Die Eliteeinheit der Polizei soll um ein Drittel vergrößert werden und einen zweiten Standort in Berlin bekommen. Hintergrund ist die anhaltende terroristische Bedrohung.

GSG-9-Beamte bei einer Vorführung (August 2017)
DPA

GSG-9-Beamte bei einer Vorführung (August 2017)


Die Spezialeinheit der Bundespolizei zur Bekämpfung von Terrorismus und schwerster Gewaltkriminalität soll um ein Drittel vergrößert werden und sucht deshalb Nachwuchs: Die GSG 9 solle mit dem Aufbau eines zweiten Standorts in Berlin deutlich größer werden, sagte der Kommandeur der Einheit, Jérome Fuchs, dem rbb Inforadio. "Wir reden über circa ein Drittel der aktuellen Stärke des Verbandes."

Fuchs nannte es demnach die "große Herausforderung" für die GSG 9, den geeigneten Nachwuchs zu bekommen. Dem Bericht zufolge legt er dabei unter anderem Wert auf "Fitness, charakterliche Stärke und Teamfähigkeit".

Die GSG 9 hat bereits einen Standort in Sankt Augustin nahe Bonn. Die neue Einheit werde wahrscheinlich in Spandau angesiedelt sein, sagte Fuchs. Die Entscheidung sei jedoch noch nicht endgültig gefallen.

Grund für den zweiten Standort in Berlin ist laut Fuchs die anhaltende terroristische Bedrohung. "Wenn man sich die vergleichbaren Terrorlagen anschaut europaweit, dann waren oftmals die Hauptstädte betroffen. Wir müssen uns auf jeden Fall in der Hauptstadt besser aufstellen", sagte er dem Sender. "Die Zielrichtung ist klar: eine schnelle Reaktionsfähigkeit der GSG 9 in der Hauptstadt."

Die GSG 9 wurde im September 1972 gegründet. Sie absolviert laut Schätzungen von Fuchs etwa 50 Einsätze im Jahr. Die bekannteste Operation war 1977 die Erstürmung der entführten Landshut-Maschine in Mogadischu. Seit Dezember 2015 gibt es eine weitere Spezialeinheit der Bundespolizei: Die BFE+ (Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus) unterstützt die GSG 9.

aar/dpa

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insgesamt 25 Beiträge
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und der Wolf 15.01.2018
1. Bundesgremiengesetz / paritätische Besetzung
Ich höre gar nichts über eine konsequent paritätische Besetzung. Bei der eigenen Sicherheit hört der sexistische Gender-extremismus offenbar auf. Ziehe meinen Hut vor allen Männern und Frauen, die diesen Job bei der GSG9 machen. Danke.
naklar261 15.01.2018
2. Na dann
wünsche ich gut gelingen. Wobei es tatsächlich eine enorme Herausforderung ist dieses Personal mit doch sehr eingeschränkten Finanzmitteln zu finden. Wobei es das auch wäre ohne diese zusätzliche Hürde.
auf_dem_Holzweg? 15.01.2018
3. Wir schön sicher wir jetzt sind
und fast alles haben wir unserer Kanzlerin zu verdanken. Sie sorgt für Ruhe und Sicherheit in Deutschland. Sie weiß sogar, was für uns alle in ganz Europa gut ist. Danke Angela, dass diese jungen Männer einen so gut bezahlten und sicheren Job bekommen. Das ist Aufschwung und spart und sogar viel an Rente, denn viele dürften mache Einsätze nicht überleben.
lordofaiur 15.01.2018
4. Gsg9
"Dem Bericht zufolge legt er dabei unter anderem Wert auf "Fitness, charakterliche Stärke und Teamfähigkeit"." charakterliche Stärke? Staatsrecht eine 1 bedeutet das. Man muss schon ein Merkelaner sein um in die GSG9 aufgenommen zu werden. Wer das Video "So war der deutsche Landser" im Schrank hat ist schon raus. Ne, die Deutschen haben keine Chance mehr, wir sind bereits infiltriert.
eunegin 15.01.2018
5. vom Personaler: viel Erfolg!
Ein Aufwuchs um 1/3 ist mehr als ambitioniert. Wenn die Bewerberlage so ist wie in ALLEN Bereichen, die ich als Personaler (natürlich nicht Polizei...) kenne, wird das sehr sehr schwierig. Vom für diese Aufgabe lächerlichen Gehalt (das eine Frechheit ist) bis -falls man tatsächlich ausreichend geeignete (!) Bewerber findet- zu den Ausbildungskapazitäten. Aus meiner Praxis waren derart signifikante Aufwüchse nur zu bewältigen, wenn man an einer oder mehreren Stellen Abstriche bei den Ansprüchen macht. Würde mich interssieren, ob das in diesem Fall anders (besser) als in der Privatwirtschaft läuft.
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