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Guatemala: 46 Kinder vor illegaler Adoption gerettet

Bei der Durchsuchung eines Kinderheims haben die Behörden in Guatemala 46 Kinder entdeckt, die möglicherweise entführt oder mit Zwang von ihren Eltern getrennt worden sind. Die Polizei vermutet, dass die Kinder illegal in die USA gebracht und dort adoptiert werden sollten.

Guatemala-Stadt – Das Kinderheim Casa Quivira in der Kolonialstadt Antigua sei von einem US-Bürger und dessen Frau geleitet worden, sagte die Polizei. Die 46 Kinder seien im Alter von wenigen Tagen bis zu drei Jahren alt.

Die Durchsuchung des Hauses erfolgte den Angaben zufolge aufgrund von Hinweisen aus der Nachbarschaft, wonach immer wieder Ausländer dort auftauchten und Kinder mitnahmen. Zwei Anwälte wurden unter dem Verdacht festgenommen, die Papiere für die Adoptionen beschafft zu haben.

US-Bürger haben im vergangenen Jahr mehr als 4000 Kinder zumeist im Säuglingsalter aus Guatemala adoptiert. Das mittelamerikanische Land steht damit hinter China an zweiter Stelle in der Statistik von Adoptionen ausländischer Kinder. Das US-Außenministerium hatte im März erklärt, dass Adoptionen von Kindern aus Guatemala nicht länger empfohlen werden könnten, weil die Mütter vielfach unter Druck gesetzt würden, ihre Kinder zu verkaufen.

jjc/AP

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