Gunzenhausen Familienvater soll Frau und Kinder getötet haben

Die Polizei versucht, den Tod einer Mutter und ihrer drei Kinder in Bayern aufzuklären. Der Ehemann und Vater steht unter Verdacht, die vier umgebracht zu haben.

DPA

Im mittelfränkischen Gunzenhausen sind eine Frau und ihre drei Kinder getötet worden. Der Vater und Ehemann wurde schwer verletzt vor dem Wohnhaus der Familie gefunden, wie die Polizei mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen hat der 31-Jährige seine Frau und die Kinder getötet. Das Mädchen war drei Jahre alt, die zwei Jungen sieben und neun.

Nach der Tat sei der Mann vermutlich vom Balkon der Wohnung gesprungen oder gestürzt, sagt Polizeisprecher Rainer Seebauer. "Der Vater gilt als tatverdächtig, die vier umgebracht zu haben." Dennoch ermittele eine Mordkommission derzeit "in alle Richtungen", die ersten Vernehmungen laufen.

Über Hintergründe oder ein mögliches Motiv sagte Seebauer nichts. Welche Szenen sich zuvor in dem neunstöckigen Mehrfamilienhaus abgespielt haben, ist unklar. Die Polizei spricht von einer Familientragödie. Man stehe noch ganz am Anfang der Ermittlungen. Die Obduktion der Leichen ist laut Polizei noch nicht abgeschlossen. Nachbarn berichteten von Lärm und Schreien am Morgen.

Bisher bestätigt ist: Ein Verwandter der Familie - möglicherweise ein Bruder des Vaters oder der Mutter - hat die vier Leichen und den schwer verletzten 31-Jährigen am frühen Morgen um kurz vor 6.00 Uhr gefunden und die Polizei alarmiert. Die Polizei wollte keine Angaben dazu machen, ob er einen Schlüssel für die Wohnung hatte und warum er so früh am Morgen dort war.

"Es ist schlimm"

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Gunzenhausen: Mutter und drei Kinder tot aufgefunden

Laut Polizei wurde der schwer verletzte 31-Jährige in ein Krankenhaus gebracht und operiert. Er sei nicht ansprechbar. Angehörige der Opfer werden durch ein Kriseninterventionsteam betreut. Am Mittwoch wollen Polizei und Staatsanwaltschaft Ansbach auf einer Pressekonferenz über den Fall informieren.

Der Erste Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen, Karl-Heinz Fitz, zeigte sich erschüttert. "Es gab von unserer Seite keine Anhaltspunkte, dass sich da so eine Tragödie ereignen könnte. Irgendwie fehlen einem ein bisschen die Worte. Es ist schlimm."

fok/AP/dpa/AFP



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