Prozess in Hagen Verehrer soll Horror-Autorin erstochen haben

Ein 55-Jähriger steht wegen Mordes an einer Horror-Autorin vor Gericht - er soll sie aus verschmähter Liebe erstochen haben. Der Angeklagte hatte schon vor Jahren eine Frau getötet.

Der Angeklagte (r.) neben seinem Anwalt
DPA

Der Angeklagte (r.) neben seinem Anwalt


In Hagen steht ein Mann wegen Mordes vor Gericht. Er soll im März eine Autorin von Horrorgeschichten in ihrer Wohnung in Gevelsberg erstochen haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 55-Jährige die Horrorbuch-Autorin über das Internet kennenlernte und sich schnell in sie verliebte. Die 41-Jährige wollte aber wohl nicht mehr als eine gute Freundschaft. Bei einem überraschenden Besuch des Mannes soll es deshalb zum Streit gekommen sein.

Vorzeitige Entlassung

Bei der Polizei soll der 55-Jährige zugegeben haben, im Verlauf der Auseinandersetzung ein Messer aus der Küche geholt und die Autorin damit erstochen zu haben. Im Prozess will er dieses Geständnis aber frühestens am dritten Verhandlungstag wiederholen.

Der Angeklagte wurde bereits 2010 wegen Totschlags zu neun Jahren Haft verurteilt. Damals hatte er eine Bekannte erschlagen, die seine Liebe nicht erwiderte. 2015 konnte der Mann das Gefängnis vorzeitig wieder verlassen. Ein Gutachter war zu dem Schluss gekommen, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht.

Die Hagener Richter haben den Angeklagten darauf hingewiesen, dass auch die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung in Betracht kommt.

brt/dpa



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