Explosion in Hamburg Tatverdächtiger ist wegen Totschlags vorbestraft

Nach der Detonation am S-Bahnhof Veddel bestätigt die Staatsanwaltschaft weitere Details über den Tatverdächtigen. Der 51-Jährige saß in der Vergangenheit mehrere Jahre im Gefängnis.

Polizisten und Sicherheitsdienstmitarbeiter am Hamburger S-Bahnhof Veddel (Foto vom 17.12.2017)
DPA

Polizisten und Sicherheitsdienstmitarbeiter am Hamburger S-Bahnhof Veddel (Foto vom 17.12.2017)


Der Mann, der auf dem Hamburger S-Bahnhof Veddel vermutlich mit einem illegalen Böller eine Explosion verursacht haben soll, hat eine rechtsextremistische Vergangenheit und ist wegen Totschlags vorbestraft. Der heute 51-Jährige war 1992 wegen der brutalen Tötung eines Mannes, der Hitler als Verbrecher bezeichnet hatte, zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Hamburg. Über die aktuelle Gesinnung des Mannes gibt es laut einer Sprecherin noch keine Informationen.

Sein damaliger Mittäter, ein Skinhead, betrieb später jahrelang einen Laden im niedersächsischen Tostedt, der als Treff der rechten Szene galt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stade sagte.

Der nun in Hamburg festgenommene Mann sei aber in letzter Zeit nur noch wegen kleinerer Diebstähle aufgefallen, sagte die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft. Gegen ihn war am Dienstag Haftbefehl erlassen worden. Bei der Detonation am Sonntagabend auf einem Bahnsteig war eine Scheibe zu Bruch gegangen, die Wartende vor Wind und Wetter schützen soll.

bbr/dpa



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