Explosion in Hamburger S-Bahnhof Tatverdächtiger wegen versuchten Mordes vor Gericht

Aus sogenannten Polenböllern und Schrauben soll Stephan K. einen Sprengsatz gebastelt und ihn auf einem S-Bahnhof in Hamburg gezündet haben. Jetzt muss sich der verurteilte Totschläger vor Gericht verantworten.

S-Bahnhof Veddel in Hamburg
DPA

S-Bahnhof Veddel in Hamburg


Am 17. Dezember 2017 kam es am S-Bahnhof Veddel in Hamburg zu einer schweren Explosion: Ein aus zwei sogenannten Polenböllern und 73 Montageschrauben gebastelter Sprengkörper detonierte unter einer Sitzreihe, während gerade eine Bahn einfuhr. Eine zwei Meter hohe Stichflamme entstand, die Schrauben flogen meterweit durch die Luft. Ein Passant entkam nur knapp den Flammen, ein Fahrgast im Türbereich der S-Bahn erlitt ein Knalltrauma.

Jetzt muss sich der 52-jährige Tatverdächtige Stephan K. vor Gericht verantworten. Am Mittwoch beginnt vor dem Hamburger Landgericht der Prozess wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und Sachbeschädigung. Er war bereits einen Tag nach dem Vorfall festgenommen worden. Ein bürgernaher Beamter hatte ihn anhand von Aufnahmen einer Überwachungskamera wiedererkannt.

Der Angeklagte ist vorbestraft und soll eine rechtsextreme Vergangenheit haben. Er war 1992 wegen der Tötung eines 53-Jährigen zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Opfer, der ehemalige Kapitän Gustav S., hatte Adolf Hitler als Verbrecher bezeichnet.

ala



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