Getötete Zweijährige in Hamburg Mordprozess gegen den Vater beginnt

Ein 34-Jähriger soll seine zweijährige Tochter ermordet haben. Nun beginnt in Hamburg der Prozess gegen den Mann.

DPA

In Hamburg steht ein Mann wegen eines Mordes vor Gericht, der bundesweit Entsetzen auslöste. Sohail A. soll seine zweijährige Tochter getötet haben. Dem 34-Jährigen droht lebenslange Haft.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm laut einem Sprecher nicht nur Mord, sondern auch gefährliche Körperverletzung, Bedrohung und versuchte Nötigung vor. Er soll seine Frau und ihren Sohn mehrfach misshandelt und bedroht haben. Der Anklage zufolge tötete er seine Tochter durch Messerschnitte in den Hals.

Als Motiv nennt die Anklage Wut auf seine Frau, die ihn zuvor angezeigt hatte. Außerdem soll sie sich geweigert haben, die gemeinsame Tochter nach Pakistan zu bringen. Der Angeklagte und die Frau stammen aus dem Land.

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Getötetes Mädchen: Der Fall Sohail A.

Nach der Tat flüchtete Sohail A. nach Spanien, wo er nach tagelanger Flucht am 29. Oktober festgenommen wurde. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Für das Verfahren sind bis Juni zwölf Termine angesetzt.

Das Jugendamt betreute die Familie, nachdem eine Kinderärztin im Juli 2016 gemeldet hatte, dass es in der Familie Gewalt gebe. Nach der Tat wurde die Jugendhilfeinspektion eingeschaltet: Ihre Experten sollen prüfen, ob das Jugendamt Fehler gemacht hat. Der Familienausschuss der Hamburger Bürgerschaft hat sich ebenfalls bereits mit dem Fall beschäftigt.

jpz



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