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Hamburg: Jugendlicher im Bus krankenhausreif geschlagen

Brutale Gewalt in einem Hamburger Linienbus: Zwei junge Männer haben einen 19-Jährigen zusammengeschlagen, weil er sich über zu laute Musik beschwert hatte. Als er am Boden lag, traten die Täter auf seinen Kopf ein. Das Opfer kam auf die Intensivstation eines Krankenhauses.

Hamburg - Erneut ist es zu einem brutalen Übergriff in öffentlichen Verkehrsmitteln gekommen: Zwei bislang unbekannte junge Männer haben in einem Hamburger Linienbus einen 19-Jährigen durch Schläge und Tritte gegen den Kopf schwer verletzt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde das Opfer am Samstagmorgen auf der Intensivstation eines Krankenhauses der Hansestadt behandelt. Über seinen Zustand wurde zunächst nichts weiter bekannt.

Der junge Mann hatte die beiden Täter offensichtlich angesprochen, weil er sich durch zu laute Handy-Musik gestört fühlte. Daraufhin kam es nach Angaben der Polizei zu einer Auseinandersetzung zwischen den dreien. Dabei hätten die Täter auf den 19-Jährigen eingeschlagen, bis er zu Boden ging. Danach traten und sprangen sie den Angaben zufolge auf dessen Kopf, obwohl er bereits erkennbar wehrlos am Boden lag. Die Angreifer ließen erst von ihrem Opfer ab, als andere Fahrgäste dazwischen gingen. Sie verließen schließlich den Bus und bespuckten dabei andere Fahrgäste.

Die Täter konnten flüchten, sind aber laut Polizei auf Aufnahmen der Videokamera des Busses gut zu erkennen. Die Mordkommission des Landeskriminalamtes nahm Ermittlungen auf. Die Polizei kündigte für die nächsten Tage eine Veröffentlichung des Videos für den Fall an, dass die Täter bis dahin nicht gefasst seien.

Den Schlägern drohen harte Strafen, denn ein Gericht könnte einen derartigen Übergriff als Mordversuch ahnden. So wurde gegen die Jugendlichen, die am S-Bahnhof von Solln den Manager Dominik Brunner totgeprügelt haben, Mordanklage erhoben. Die beiden 21- und 18-Jährigen, die im Dezember 2007 einen Rentner in einem Münchner S-Bahnhof niedergeschlagen und mit Tritten gegen den Kopf lebensgefährlich verletzt hatten, wurden wegen versuchten Mordes zu achteinhalb und zwölf Jahren Haft verurteilt.

mbe/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 137 Beiträge
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1. Harte Strafen
doubting.thomas 14.02.2010
Welch harte Strafen mögen den Tätern den blühen? 10 Sozialstunden, oder gar 2 Wochen auf Bewährung? Sie werden sicher schon vor Angst zittern!
2. Wie immer
Breen 14.02.2010
Das laute Schweigen zur Herkunft der Täter ist nachgerade drollig.
3. ...
team_frusciante 14.02.2010
Zitat von BreenDas laute Schweigen zur Herkunft der Täter ist nachgerade drollig.
Geht's eigentlich noch? Wen interessiert denn, wo die herkommen?
4. ...
Akbatur 14.02.2010
Zitat von BreenDas laute Schweigen zur Herkunft der Täter ist nachgerade drollig.
Was wollen Sie damit sagen? Dass es sich bei dem Täter um einen "Migranten" handelt? Wenn in den deutschen Medien etwas ignoriert und verschwiegen wird, dann doch wohl die unzähligen Übergriffe Rechtsradikaler auf Migranten. Von so etwas erfährt man nämlich grundsätzlich nichts in den deutschen "Leitmedien". Aber immer schön die eigenen Vorurteile gegenüber Ausländer/Migranten verbreiten. Armes Deutschland. Man hat hier leider nichts aus der Geschichte gelernt...
5. ...
blogotronic 14.02.2010
Zitat von BreenDas laute Schweigen zur Herkunft der Täter ist nachgerade drollig.
einer der beiden ist laut täterbeschreibung blond. hoffentlich stellt sich nicht heraus, dass es sich um eine rassereine kartoffel handelt. nicht dass das an ihren plumpen ressentiments irgendwas ändern würde...
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