Hamburg Linksextreme brüsten sich, Facebook "zerhackt" zu haben

Sie kamen vermummt: Eine Horde von bis zu 20 Personen hat am Abend die deutsche Facebook-Zentrale in Hamburg attackiert. Zum Motiv äußerten sich die mutmaßlichen Täter im Netz.

Facebook-Zentrale in Hamburg: Attacke im Dunkeln
DPA

Facebook-Zentrale in Hamburg: Attacke im Dunkeln


Eine Gruppe Vermummter hat in Hamburg das Gebäude der deutschen Facebook-Zentrale attackiert. Etwa 15 bis 20 Personen warfen am Samstagabend Rauchbomben und Farbbehälter auf das Gebäude, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Fensterscheiben seien mit Steinen eingeschlagen worden. An eine Wand kritzelten die Angreifer den Schriftzug "Facebook Dislike". Verletzt wurde niemand, sämtliche Täter flüchteten zu Fuß.

Auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE sagte der Polizeisprecher, der Hintergrund sei unklar. Art und Weise des Vorgehens deuteten auf Täter aus der linksextremen Ecke hin. Daher habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Das Landeskriminalamt bittet Zeugen, sich unter dieser Telefonnummer zu melden: 040/4286-56789.

Auf der Szene-Webseite "Linksunten" bekannten sich Linksextreme zu dem Anschlag. Man habe "die Glasfront der Deutschlandzentrale von Facebook 'zerhackt'." Die anonymen Autoren schrieben zu ihren Motiven, Facebook entwickele sich im Netz zu einer Übermacht. Außerdem dränge Facebook-Chef Mark Zuckerberg junge Mitarbeiterinnen, ihre Mutterwünsche zu verschieben.

Der Vorfall ereignete sich am Abend kurz nach 21 Uhr. Nachdem die Polizei von Zeugen per Notruf alarmiert worden war, rückten binnen Minuten 14 Streifenwagen an. In der deutschen Facebook-Zentrale arbeiten nach Informationen der "Bild"-Zeitung etwa 50 Angestellte.

sms/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 93 Beiträge
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herzblutdemokrat 13.12.2015
1. Facebook
Wir haben in Deutschland ein Gewaltproblem. Rechtsextremismus ist genau so verachtenswert wie Linksextremismus. Es muss endlich wieder Ruhe in die Debatte kommen. Die Bundesregierung muss beide Seite an die Kandarre nehmen.
flying_dutchman 13.12.2015
2.
Gerade jetzt, nach der gigantischen Spenden-Zusage von Zuckerberg ist dieser Anschlag als Menschenfeindlichkeit zu betrachten. Die sogenannten Linken sollten sich dafür schämen.
Das Grauen 13.12.2015
3. Dummer Vandalismus.
So erreicht man nichts, sondern schafft noch Sympathie für das Opfer. Viel zielführender wäre es, Protest gegen die Medien zu organisieren, die Facebook in Ihren Webseiten einbinden, als Voraussetzung zur Diskussionsteilnahme oder anderes. Die Macht des Konzerns kann nur reduziert werden, wenn man seine Datenkrakenarme bekämpft. Aber das ist den Randalierern wohl zu anstrengend und nicht aufregend genug. Lahme Bande.
imlattig 13.12.2015
4. aha, gewalt....
das koennen nur linke gewesen sein. die brennenenden asylunterkuenfte in ganz deutschland werden nur von verrueckten einzeltaetern angezuendet. auch verletzte und tote werden von diesen rechten in kauf genommen. das nimmt die polizei nicht so ernst. eigentlich sollte die polizei mit politischen kommentaren zurueckhaltener sein, sonst sieht sie sich der gefahr der parteinahme ausgesetzt und kommt in den verdacht selbst sehr rechts zu stehen.
weirdo 13.12.2015
5. :
Sinnlose Gewaltaktion. Das totalitäre Zuckerberg-Imperium kommt auf diese Weise jedenfalls nicht ins wanken.
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