Aussage der Mutter der getöteten Zweijährigen "Wie irre"

Das Gericht wollte Lubna A. ersparen, den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter zu treffen: Per Videoschalte sagte sie gegen ihren ehemaligen Lebensgefährten aus. 

Sohail A.
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Sohail A.


Im Hamburger Mordprozess gegen Sohail A. hat die Mutter des getöteten Mädchens ihrem ehemaligen Lebensgefährten Aggressivität vorgeworfen. "Immer wenn er wütend war, war er wie irre", sagte die 33-jährige Lubna A.

A. muss sich wegen Mordes und fünf weiterer Straftaten verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 34 Jahre alten Pakistaner vor, seine Tochter am 23. Oktober vergangenen Jahres im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek mit einem Messer getötet und dabei fast enthauptet zu haben. Anschließend flüchtete er über Frankreich nach Spanien, wo er wenig später gefasst wurde.

Am Tattag forderte er seine Frau auf, eine Anzeige gegen ihn zurückzunehmen. Sonst würde er sie und ihren Sohn töten. Die damals 32-Jährige verließ daraufhin mit dem Jungen das Haus und ging zur Polizei. Als die Beamten die Wohnung betraten, fanden sie das tote Mädchen. Um der Mutter ein Zusammentreffen mit dem mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter zu ersparen, wurde sie per Videoschalte vernommen.

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Getötetes Mädchen: Der Fall Sohail A.

Sohail A. hatte zum Prozessauftakt gestanden seine Tochter getötet zu haben. Unklar ist jedoch das Motiv des 34-Jährigen. Der Angeklagte gab an, aus Verzweiflung gehandelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm niedere Beweggründe vor - er habe das Mädchen aus Hass und Rache ermordet.

bbr/dpa

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