Fall von 1981 Hamburger Polizei sucht mit Phantombild Doppelmörder

Im Sommer 1981 wurden die Leichen von Haluk Kocal und Michael Riesterer in einem Hamburger Naturschutzgebiet gefunden. Jetzt soll ein Phantombild bei der Suche nach dem Mörder helfen.

Phantombild des Gesuchten
Polizei Hamburg

Phantombild des Gesuchten


Nach einem Doppelmord vor fast 37 Jahren an zwei Jungen in Hamburg hoffen die Ermittler nun, dem Täter auf die Spur zu kommen. Helfen soll dabei ein Phantombild, das Staatsanwaltschaft und Polizei jetzt mit der Bitte um Hinweise veröffentlicht haben. Den Angaben zufolge wurde es auf Grundlage einer Zeugenaussage angefertigt.

Haluk Kocal und Michael Riesterer verschwanden am 15. Juni 1981, nachdem sie sich zum Radfahren und Spielen getroffen hatten. Ein Zeuge hatte die beiden Kinder zuletzt gegen 19.20 Uhr auf einem Parkplatz gesehen. Dort liefen sie laut Aussage zu einem Mann, der an einem Auto stand.

Eine weitere Zeugin beobachtete am selben Tag ebenfalls einen Mann, der mit zwei Jungen in der Nähe eines Naturschutzgebiets angelte. Laut Polizei handelte es sich bei den Jungen vermutlich um Haluk und Michael. Die Leichen des Acht- und Neunjährigen wurden sechs Wochen später in dem Naturschutzgebiet gefunden. Die Angaben der Frau stimmen den Ermittlern zufolge mit der Beschreibung des Mannes auf dem Parkplatz überein.

Michael Riesterer (Archivbild)
Polizei Hamburg

Michael Riesterer (Archivbild)

Mit ihrer Hilfe erstellten die Spezialisten der sogenannten Cold-Cases-Einheit des Hamburger Landeskriminalamts nun ein Phantombild. Laut den Ermittlern ist der Mann auf dem Bild etwa 30 Jahre alt und zwischen 1,80 und 1,85 Meter groß. Seine Statur sei normal, er habe zudem dunkles Haar, das im Nacken rund geschnitten ist.

Die Spezialisten nehmen an, dass der mutmaßliche Täter aus der damaligen Hamburger Pädophilenszene kam. Es werde "unter anderem in diesem Bereich" ermittelt, heißt es in der Mitteilung. Einheiten für sogenannte kalte Fälle greifen alte ungelöste Kriminalfälle wieder auf.

Haluk Kocal (Archivbild)
Polizei Hamburg

Haluk Kocal (Archivbild)

Zeugen, die Angaben zu dem Phantombild und zur Tat machen können, sollen sich an die Polizei unter der Telefonnummer 040 / 4286-56789 wenden. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen können, eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro ausgelobt.



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