Mutmaßlicher Serientäter: Einbrecher mittels Ohrabdrücken überführt

Erst mal lauschen, ob jemand da ist: Ein mutmaßlicher Serieneinbrecher hat an Dutzenden Haus- und Wohnungstüren Ohrabdrücke hinterlassen. Die brachten die Polizei schließlich auf die Spur des Mannes.

Hamburg - Er soll einen Schaden in Höhe von 500.000 Euro verursacht haben: Die Hamburger Polizei hat einen mutmaßlichen Serieneinbrecher anhand seiner Ohrabdrücke überführt. Der Mann war im Dezember 2011 nach einem Einbruch in Kiel festgenommen worden. Seither sitzt er in Untersuchungshaft.

Der 33-Jährige soll für 96 Einbrüche und Einbruchsversuche, begangen von Juli 2009 bis Juli 2011, verantwortlich sein, teilte die Polizei am Sonntag mit. Bei seinen Einbrüchen erbeutete der mutmaßliche Dieb vorwiegend Schmuck, Bargeld und Elektrogeräte.

Dabei hinterließ er jedes Mal beim Lauschen an den Haus- und Wohnungstüren seine Ohrabdrücke. Sie haben laut Polizei einen ähnlich hohen Beweiswert wie Fingerabdrücke. Der Vorteil von Ohrabdrücken ist, dass sie selten zufällig entstehen. Dagegen finden sich an Tatorten oft auch zufällige Fingerabdrücke Unbeteiligter. An den diversen Tatorten des Hamburger Serientäters gesicherte Fingerabdrücke und DNA-Spuren verwiesen ebenfalls auf den Mann.

ulz/dapd

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