Ermittlungen in Hamburg Polizist soll Hausdurchsuchungen vorgetäuscht haben

Mindestens 12.000 Euro und Wertgegenstände sollen ein Hamburger Polizist und seine Komplizen entwendet haben - bei vorgetäuschten Razzien. Vier Männer wurden festgenommen.


Ein Hamburger Polizist soll sich gemeinsam mit mehreren Männern bei vorgetäuschten Hausdurchsuchungen bereichert haben. Der 30-Jährige habe "unter gezieltem Einsatz seiner dienstlichen Kenntnisse" bei derartigen Aktionen zusammen mit seinen Mittätern mindestens 12.000 Euro Bargeld und weitere Wertgegenstände gestohlen, teilten die Staatsanwaltschaft und das Dezernat für interne Ermittlungen der Innenbehörde mit.

Der verdächtige Polizist und zwei Mittäter im Alter von 30 und 33 Jahren wurden aufgrund vorab beantragter Haftbefehle verhaftet, ein vierter Beschuldigter wurde festgenommen und soll einem Haftrichter vorgeführt werden. Zwei der Tatverdächtigen sollen einen direkten Bezug ins Rotlichtmilieu haben. Zudem durchsuchten Ermittler elf Anschriften in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft täuschten die Männer offizielle polizeiliche Hausdurchsuchungen vor. Ihnen wird nun unter anderem besonders schwerer Bandendiebstahl sowie Bestechung und Bestechlichkeit vorgeworfen. Die Ermittlungen in dem Fall seien noch nicht beendet, hieß es von Staatsanwaltschaft und Innenbehörde. Zum Kreis der Geschädigten machten sie keine Angaben.

bbr/AFP



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