Nach Schüssen auf Rocker Spezialeinsatzkräfte nehmen 23-Jährige fest

Ein Racheakt soll der Grund für die Schüsse auf einen 38-Jährigen mitten auf der Reeperbahn sein. Wie mehrere Medien berichten, hat die Hamburger Polizei eine Tatverdächtige festgenommen.

Polizisten stehen neben einem Auto auf dem Millerntorplatz
DPA

Polizisten stehen neben einem Auto auf dem Millerntorplatz


Nach den Schüssen auf einen 38-Jährigen im Hamburger Stadtteil St. Pauli haben Spezialeinsatzkräfte bei vier Durchsuchungen im Stadtgebiet eine tatverdächtige Frau festgenommen, berichteten mehrere Medien, unter anderem die "Hamburger Morgenpost". Gegen sie bestehe der Verdacht, die Komplizin eines 28-Jährigen zu sein, der zurzeit im Gefängnis sitzt, teilte die Polizei mit. Er soll seine 23-jährige Partnerin zu den Schüssen angestiftet haben.

Die Ermittler gehen von einem Racheakt aus. So soll es vor zwei Jahren einen Tötungsversuch auf ihn und seine Freundin gegeben haben. Während die Zeitung weiter schreibt, dass es sich bei dem 28-Jährigen um ein ehemaliges Führungsmitglied der Rockergruppe "Mongols" handeln soll, geht die Polizei aktuell nicht von einem Konflikt zwischen zwei Rockergruppierungen aus.

Nach Informationen der "Hamburger Morgenpost" soll auch ein weiterer Mann bei der Razzia festgenommen worden sein. Um wem es sich handle, sei jedoch noch nicht bekannt.

Mehrere Medien hatten zuvor berichtetet, dass es sich bei dem am Millerntorplatz angeschossenen Mann um den Hamburger Chef der Hells Angels handeln soll. Der 38-Jährige hatte vergangene Woche kurz vor Mitternacht mit seinem weißen Bentley an einer roten Ampel an der Reeperbahn gehalten, als aus einem anderen Fahrzeug heraus auf ihn geschossen wurde. Nach einer Notoperation befindet er sich inzwischen außer Lebensgefahr.

Die Ermittlungen führe neben der Mordkommission auch das Fachdezernat für Milieu-Kriminalität im Landeskriminalamt, zu der die Soko Rocker gehört, teilten die Beamten mit. Die Polizei vernahm mehrere mögliche Zeugen. Die Hells Angels sind in Hamburg seit 1983 verboten.

Im Video: Mythos und Wahrheit - Inside Hells Angels

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